Der Distelsumpf

Die kleine Hafenstadt ist bekannt für ihr buntes treiben. Auch wenn Akuya nicht sonderlich groß ist, so ist sie dennoch eine Handelshochburg. Für ihre süßen Backwaren und ihre hochwertigen Stoffe ist Akuya weit bekannt, aber auch für die Lebensfreude und das gewisse etwas.

Der Distelsumpf

Beitragvon Icariel » Mi, 18.12.13 * 21:03

Ungefähr einen halben Tagesmarsch von Akuya entfernt, mündet in östlicher Richtung ein großer Fluss ins Meer. Der Fluss spaltet sich zur Küste hin in mehrere, breit gefächerte Arme auf, allerdings so flach, dass Handelsboote nur sehr schwer darauf landeinwärts fahren können, ohne Gefahr zu laufen, im schlammigen Boden auf Grund zu laufen. Über die Jahre hat sich zwischen diesen Flussarmen, deren Wasser immer wieder über die flachen Ufer getreten waren, und den hier befindlichen Wald durchflutet haben, ein Sumpf gebildet, der als Distelsumpf bezeichnet wird.
Der Distelsumpf ist Heimat einiger seltener Kräuter und Moorpflanzen, und auch von einigen Kreaturen, die man sonst nirgendwo findet. Doch nicht nur harmlose Tiere und Geschöpfe findet man hier, so heißt es beispielsweise, dass bei Nacht Irrlichter ihr Unwesen treiben, und versuchen, ahnungslose Wanderer in tiefe Morastlöcher zu locken, wo sie dann jämmerlich ertrinken. Ebenso munkelt man, dass man sich hüten solle, im Sumpf ein Feuer zu entzünden, denn damit ziehe man den Zorn des Nuckleavees auf sich - eine grausame Kreatur, in Gestalt wie ein knöcherner Reiter auf einem beinernen Pferd, die einen Pesthauch um sich verbreitet, der Vieh verenden und Pflanzen welken lässt. Wer des Nachts durch den Sumpf wandert, sollte also nur dem Licht seiner eigenen Laterne folgen, und keine offene Flamme entzünden, dann würde er schon heil auf der anderen Seite wieder herauskommen.


Mit einem Seufzen zog Icariel ein weiteres Mal mühevoll sein Bein aus einem knöcheltiefen Sumpfloch, in das er mal wieder unwissentlich und zielsicher hineingestakst war. Wirklich... hätte er nicht etwas näher an dieser Schule landen können? Warum mussten sie ihn ausgerechnet in so einer Gegend absetzen? Nicht nur, dass es von hier aus noch eine ganze Weile dauern würde, bis er besagte Schule erreicht haben würde, nein, jetzt hatte er sich auch noch in diesem Sumpf zwischen den vielen Bäumen verirrt. Ganz hervorragend.
Spekulierend sah Icariel hinauf in die Baumkronen. Zwar könnte er so ganz rein theoretisch seine Flügel erscheinen lassen und einfach fliegen, aber... das war zu gefährlich. Die Feinde waren zahlreich, und wenn sie einen Engel sahen, würden sie nicht zögern, ihn augenblicklich noch anzugreifen. Er musste als Engel unerkannt sein Ziel erreichen, was nichts Anderes bedeutete, als dass er so tun musste, als wäre er ein gewöhnlicher Mensch. Das mit dem Fliegen hatte sich also erledigt, und nach einem zweiten, leidigen Blick gen Himmel, setzte Icariel seinen Weg wieder fort. Nur mühsam kam er hier voran, der Boden war versumpft (natürlich, immerhin war das auch ein Sumpf...) und auch die großen Baumwurzeln, die immer wieder mal aus dem Morast hervorragten, machten es ihm nicht leichter, vorwärts zu kommen. Bestimmt gab es auch trockene Pfade durch den Sumpf, aber woher sollte er die denn kennen?
Benutzeravatar
Icariel
Spielername: Arcanum
 
Beiträge: 37
Registriert: 11.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Der Distelsumpf

Beitragvon Loeken Rokash » Mi, 18.12.13 * 21:30

Ein Weltfremdes Wesen wie er, musste wohl oder übel in einer Gegend wie dieser landen. Von der vielen Flucht immer wieder einfach nur geradeaus nach vorne. Schwach und völlig ausgehungert, sank er in den Schlamm nieder. An einem Baum gelehnt verschnaufte Loeken und sah sich immer wieder panisch um. Das wenn er nicht bald etwas essen würde, er verhungerte, erkannte er nicht.
Jedes einzelne Tier vermochte er in der Umgebung aus zu machen und als wäre das nicht auch noch genug, entdeckte er schließlich Icariel, der da durch den Sumpf stapfte.
Ihm stockte der Atem. Wenn er eines gelernt hatte, dann war es, dass Menschen außerhalb seiner Familie in der er aufwuchs, nicht gerade nett waren. Ja sogar bösartig, ihm seine Federn ausrupfen wollen, in Ketten legen oder wie ein Haustier halten wollen. Vor wilden Tieren hatte er weit weniger zu befürchten, als vor dem Mann der da auf ihn zukam.
Aber seine Kraft ist zu Ende, egal wie sehr Loeken versuchte seinen Körper dazu zu animieren auf zu stehen und davon zu laufen, er reagierte nicht. Er konnte nichts anderes tun, als sich so klein wie möglich zu machen und zu hoffen, er würde nicht entdeckt werden.
Benutzeravatar
Loeken Rokash
Spielername: Sargatanas
 
Beiträge: 35
Registriert: 07.2013
Geschlecht: männlich

Re: Der Distelsumpf

Beitragvon Icariel » Mi, 18.12.13 * 21:54

Dieser Wunsch ging dem greifenartigen Wesen allerdings nicht in Erfüllung. Es war reiner Zufall, doch da sich Icariel im Sumpf verirrt hatte, betrachtete er seine Umgebung genauer, in der Hoffnung, einen Pfad oder ähnliches zu entdecken. So jedoch fiel sein Blick auf das ausgehungerte Geschöpf, und augenblicklich noch traten Betroffenheit und Mitleid in die klaren, blauen Augen des Engels.
Ohne zu zögern lenkte Icariel seine Schritte in die Richtung des Wesens, das sich da so eng an den Baum schmiegte, und versuchte, sich so klein wie möglich zu machen. Es war relativ offensichtlich, dass sich dieses Wesen vor ihm ängstigte, und so reduzierte Icariel seinen Gang auf ein langsameres Tempo, dem furchtsamen Geschöpf dabei warm und freundlich zulächelnd.
"Habe keine Angst." sagte Icariel sanft, blieb aber noch in einer Entfernung von wenigen Schritten zu dem Wesen stehen. Er wollte es nicht unnötig verschrecken. Ohne den Blick abzuwenden, ging Icariel in die Hocke - vielleicht würde sich der junge Dämon, um den es sich handelte, dann weniger bedroht fühlen, wenn sie ungefähr auf gleicher Augenhöhe miteinander sprachen. Dass das Wesen vor ihm ein Dämon war, spürte Icariel sehr deutlich - eine den Engeln gegebene Gabe - und doch spürte er ebenso, dass es sich nicht um eines dieser Höllenkreaturen handelte, gegen die er zu kämpfen auf die Erde entsandt wurde.
"Du siehst hungrig aus." stellte er nach einem genaueren Blick auf den Dämon besorgt fest. Und das war noch ziemlich untertrieben... vielmehr sah er danach aus, als ob er am Ende seiner Kräfte wäre.
Benutzeravatar
Icariel
Spielername: Arcanum
 
Beiträge: 37
Registriert: 11.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Der Distelsumpf

Beitragvon Loeken Rokash » Mi, 18.12.13 * 22:17

Augenblicklich wandelte sich sein Blick in einen bösartigen und Angriffslustigen. Eine Farce, um den Fremden abzuschrecken und um ihn so hoffentlich zu verjagen. Gleichzeitig, spürte der Greif aber auch, das nichts böses von dem Mann ausging.
Aber davon ließ er sich nicht beeinflussen, dafür war Loeken zu misstrauisch. Nach allem, was er auf seiner umherirrenden Reise alles erlebt hatte.
Er spürte wie sich ein Kloß in seinem Hals bildete und veruschte ihn hinunter zu schlucken. Das nicht gelang. MIt der Aufregung das der Mann näher kam, verschwam ihm der Blick leicht und atmete gestockt durch die Nase. Der Finstere Blick forderte einen geschlossenen Mund. Kam der Mann noch näher, würde er diesen nur Anfauchen. Und wenn er ihn denn angreifen wollen würde, so hätte er nicht die Kraft dazu.
Noch dazu kam, das seinen großen Schwingen voll mit schweren Schlamm waren, ein Gewicht das ihn zusätzlich behinderte.
Und wieder. Sein Körper gehorchte ihm nicht mehr und Loeken verfiel in Panik. Sein Blick verschwamm und er konnte nicht mehr klar sehen. Irgendetwas stimmte nicht, aber er wusste nichts über seinen körperlichen Zustand.
Nach außen hin konnte man das nicht als solches erkennen. Der böse Blick verflüchtigte sich und schwer vielen ihm die Augen zu. Noch einmal öffnete er sie kurz, nur noch die Umrisse des Fremden konnte Loeken ausmachen bevor ihn sein Bewusstsein verließ.
Benutzeravatar
Loeken Rokash
Spielername: Sargatanas
 
Beiträge: 35
Registriert: 07.2013
Geschlecht: männlich

Re: Der Distelsumpf

Beitragvon Icariel » Mi, 18.12.13 * 22:40

Icariel schwieg, abwartend, ob abgesehen von einem feindlichen Blick noch eine weitere Reaktion von dem Dämon kam. Indirekt geschah dies tatsächlich, wobei es aber Ansichtssache war, ob man 'das Bewusstsein verlieren' als Reaktion bezeichnete.
Als das verräterische Schwanken durch den Körper des Dämons ging, war es aber bereits zu spät, um etwas dagegen zu unternehmen, und hastig stürzte Icariel vor, um den bewusstlosen Körper davon abzuhalten, völlig in den Morast zu fallen, und womöglicherweise noch darin zu versinken.
"Ach du meine Güte..." flüsterte Icariel doch ziemlich verdutzt - er hätte nicht gedacht, dass es um den Dämon bereits so schlimm stand. Ratlos sah sich Icariel um, doch abgesehen von Bäumen und Sumpf ließ sich nichts erkennen. Kein Weg hinaus, kein Weg irgendwohin. Doch den abgemagerten Dämon einfach hier liegen lassen? Das kam überhaupt nicht in Frage.
Entschlossen hievte er den Dämon so gut es ging hoch - was bei den schlammtriefenden Flügeln gar nicht so einfach war - und warf ihn sich einigermaßen stabil über die Schultern. Mit dem zusätzlichen Gewicht, das nun auf ihm lastete, versank Icariel prompt einen fingerbreit tiefer im Schlamm. Wenn er so in ein Sumpfloch stolperte, würde das echte Probleme geben... doch daran konnte er jetzt wirklich keinen Gedanken verschwenden.
"Hab keine Angst... ich werde dich hier schon heil rausbringen..." sprach er vor Anstrengung doch etwas stockend zu dem ohnmächtigen Dämon. Auch, wenn dieser es vermutlich nicht einmal wahrnahm. Schritt für Schritt setzte Icariel seinen wieder fort, umsichtig darauf achtend, den Dämon nirgends anstoßen zu lassen, und auf dem morastigen Boden das Gleichgewicht zu halten.

Es war Icariel wie eine halbe Ewigkeit vorgekommen, aber irgendwie hatte er es doch noch geschafft - er hatte den Weg aus dem Sumpf gefunden. Und noch besser, bereits nach wenigen Minuten Marsch auf unbehinderter Fläche hatte er abseits vom Weg eine Hütte ausmachen können. Zwar lag diese wieder etwas weiter in entgegengesetzter Richtung, nämlich am Sumpfrand, doch es hatte ja wohl eindeutigen Vorrang, dem ohnmächtigen Dämon zu helfen, als jetzt weiter den Weg zu seinem Zielort zu suchen.
Die Hütte war verlassen, wie sich herausgestellt hatte. Aus welchem Grund auch immer. Dem Zustand nach zu urteilen, in dem sie sich befand, stand sie auch schon eine ganze Weile leer, aber das machte nichts. Das Bett war soweit in Ordnung, dass er den bewusstlosen Dämon dort ablegen konnte, seitlich, damit jener nicht auf seinen Flügeln lag. Da wusste Icariel aus eigener Erfahrung, dass das höchst unangenehm war. Nachdenklich betrachtete er kurz den Bewusstlosen. Er sah wirklich schlimm aus... abgemagert, verdreckt... er hatte wohl wirklich keine gute Zeit hinter sich. Hatte ihm denn niemand geholfen? Oder hatte der Dämon jede Hilfe verweigert? Auch auf ihn hatte er schließlich sehr abweisend reagiert... aber darauf konnte er nun wirklich keine Rücksicht nehmen. Ein kurzer Blick durch die Hütte verriet Icariel, was er wissen musste: Es befand sich absolut nichts an Nahrung oder Trinkwasser hier. Das würde er dann wohl schleunigst in die Hand nehmen müssen. Hastig durchsuchte er die Hütte nach einem Eimer, in einer Ecke, hinter einem von spinnweben umsponnenen Besen wurde er schließlich fündig, und keine weitere Sekunde verschwendend, machte sich Icariel auf den Weg. Mit etwas Glück würde er zurücksein, bevor der Dämon aufwachte.
Benutzeravatar
Icariel
Spielername: Arcanum
 
Beiträge: 37
Registriert: 11.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Der Distelsumpf

Beitragvon Loeken Rokash » Mi, 18.12.13 * 23:20

Nach gut einer halben Stunde kam Loeken zu sich. Schwach und unbeweglich lag er da. Seine Augen suchten den Raum ab und mit jedem Quadratmeter das er begutachtete, verwirrte es ihn.
Er hatte keine Ahnung wie er hier her kam und obwohl er am liebste aufspringen und davon wollte, konnte er nicht. Sein Köprer hatte die letzte Kraft verbraucht und lag reglos da. Einzig seine Finger bewegte sich leicht.
Auch bemerkte er das er seitlich dalag, um nicht auf seinen Flügeln zu liegen. Das Hungergefühl spürte er bereits gar nicht mehr, aber Durst war da. Im Sumpf gab es genug Wasser, wenn es auch dreckig war.
Die Minuten fühlte sich wie Stunden an, es war furchtbar, sich nicht mehr bewegen zu können.
Benutzeravatar
Loeken Rokash
Spielername: Sargatanas
 
Beiträge: 35
Registriert: 07.2013
Geschlecht: männlich

Re: Der Distelsumpf

Beitragvon Icariel » Do, 19.12.13 * 19:21

Es verging eine ganze Weile, in der der Dämon alleine in der Hütte blieb, denn erst deutlich später kehrte der Engel wieder aus dem Sumpf zurück. Es hatte gedauert, doch das Unterfangen war erfolgreich gewesen - der Eimer war zur Hälfte mit Wasser gefüllt, und in seinem Hemd, das er vorne kurzerhand als Beutel umfunktioniert hatte, befanden sich ein gutes Dutzend Kastanien. Viel war es zwar nicht, aber immerhin besser als gar nichts. Als Icariel bemerkte, dass der Dämon wach war, stellte er langsam den Eimer ab, und schloss die Tür hinter sich, den jungen Dämon dabei erneut warm anlächelnd.
"Du bist wach, das ist gut... als du vorhin das Bewusstsein verloren hast, hast du mir einen gehörigen Schrecken eingejagt."
Den Eimer wieder am Henkel aufnehmend, ging Icariel zum Bett hinüber, blieb aber einem kleinen Tisch daneben zugewandt, wo er erstmal die Kastanien aus seinem Hemd auf die Holzfläche purzeln ließ.
"Ich weiß nicht, wie du zu Kastanien stehst, vor allem, wenn sie roh sind... aber ich konnte nichts Anderes finden. Es tut mir leid." Bedauern zog Icariel kurz die Schultern hoch. Er hätte theoretisch zwar noch länger nach einer Alternative zum Essen suchen können, doch er wollte nicht noch länger von der Hütte fortbleiben. Der Dämon war schwach und Anderen schutzlos ausgeliefert.
Dem Dämon noch einmal aufmunternd zulächelnd, stellte er den Wassereimer direkt neben jenem ab, hielt ihn mit einer Hand aber sicherheitshalber noch fest.
"Hier, Wasser. Keine Angst, es ist kein Sumpfwasser, sondern Wasser aus Bäumen. Vermutlich schmeckt es deshalb etwas süßlich, ich hoffe, das hält dich nicht davon ab, es zu trinken."
Von dem dreckigen Wasser würde sich der arme Kerl doch nur Krankheiten und Parasiten einfangen... die dicken Äste der Bäume mit dem Schwert einzuschlagen, damit sie ein paar Tropfen ihres Wassers herabtropfen ließen, hatte zwar eine halbe Ewigkeit gedauert, aber zumindest war dieses Wasser sauber und trinkbar.
Benutzeravatar
Icariel
Spielername: Arcanum
 
Beiträge: 37
Registriert: 11.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Der Distelsumpf

Beitragvon Loeken Rokash » Do, 19.12.13 * 20:25

Ein leises Röcheln konnte man vernehmen, als Loeken seinen Mund öffnete. Dabei hob er leicht seine Hand an diese daraufhin sogleich wieder auf das Bett niederfiel.
Sein Blick ließ daraufhin deuten, das er sehr verstört war und Angst hatte. Seine Augenlieder vielen müde zu und öffnete sich langsam wieder.
Loeken besann sich auf sein Gefühl. Er spürte eine ruhige und friedliche Aura von dem Mann ausgehen. Er konnte noch so misstrauisch sein, ihm blieb im Moment keine andere Wahl. Und woher er auch zu wissen vermochte, das diese Aura ihn nicht täuschte, so traute er seiner Fähigkeit trotzdem nicht. Er fand sie unheimlich und bei so vielen erkannte er böses und düsteres.
Manchmal dachte er, es wäre ihm recht wenn er sie nicht hätte. Aber der Gedanke darauf, das er dann womöglich schon längst Qualen durch jemanden erleiden würde, ließ ihn den Gedanken davor wieder verbannen.
Benutzeravatar
Loeken Rokash
Spielername: Sargatanas
 
Beiträge: 35
Registriert: 07.2013
Geschlecht: männlich

Re: Der Distelsumpf

Beitragvon Icariel » Do, 19.12.13 * 21:32

Aufmerksam verfolgte Icariel die Bewegung der Hand, als diese aber kraftlos zurückfiel, schob er besorgt die Augenbrauen zusammen. Natürlich, umsonst war der junge Dämon vorhin gewiss nicht einfach ohnmächtig geworden, aber dass er bereits so schwach war... nun, höchste Zeit also, dass sich jemand um ihn kümmerte. Einen Moment lang sah Icariel den Dämon nachdenklich und abwägend an. Dass sich jener vor ihm fürchtete, war ohne größere Schwierigkeiten zu erkennen, doch den Gefallen, ihn einfach in Ruhe zu lassen, konnte er ihm unmöglich erweisen. Icariel gab einen kurzen Stoßseufzer von sich, dann lächelte er den Dämon aber versichernd an.
"Habe jetzt keine Angst... ich werde dir nichts tun. Ich helfe dir nur, zu trinken."
Damit streckte Icariel seine Hand nach dem Kopf des Dämons aus, und kurz legte er ihm einfach nur in einer tröstenden Geste die Hand auf das Haar, ehe jene weiter zu seinem Hinterkopf glitt, und ihn dann vorsichtig anhob. Zugleich damit neigte Icariel mit der anderen Hand den zur Hälfte befüllten Eimer soweit, dass dessen Rand die Lippen des Dämons berührte, und vorsichtig kippte er jenen soweit an, dass das Wasser in sanften Wellen gegen dessen Mund schwappte.
Benutzeravatar
Icariel
Spielername: Arcanum
 
Beiträge: 37
Registriert: 11.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Der Distelsumpf

Beitragvon Loeken Rokash » Do, 19.12.13 * 22:59

So genau wie möglich verfolgte Loeken jede Bewegung des Fremden und als dieser ihn anfasste ging ein heftiges Zucken durch den gesamten Körper.
Als er den Eimer auf sich zukommen sah, wusste er zuerst nicht was nun, aber dann wusste er was er zu tun hatte. Gierig in großen Schlucken leerte er den Eimer fast und wer so schnell trinkt muss wohl oder übel danach auch ordentlich nach Luft schnappen.
Nachdem er einmal ordentlich nach Luft gerungen hatte, sah er ihn an. Loeken versuchte zu erkennen, was der Fremde als nächstes machen würde. Mit Wasser hatte er beim besten Willen nicht gerechnet. Trotz gutmütiger Aura.
Benutzeravatar
Loeken Rokash
Spielername: Sargatanas
 
Beiträge: 35
Registriert: 07.2013
Geschlecht: männlich

Nächste

Zurück zu "Akuya"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron