Die Stadt Akuya

Die kleine Hafenstadt ist bekannt für ihr buntes treiben. Auch wenn Akuya nicht sonderlich groß ist, so ist sie dennoch eine Handelshochburg. Für ihre süßen Backwaren und ihre hochwertigen Stoffe ist Akuya weit bekannt, aber auch für die Lebensfreude und das gewisse etwas.

Die Stadt Akuya

Beitragvon Icariel » Do, 05.06.14 * 23:20

Akuya mag klein sein, dennoch merkt man der Handelsstadt den Wohlstand an. Kopfsteinpflaster, das mit unterschiedlich gefärbten Steinen zu kunstvollen Mustern gelegt wurde, markiert die Straßen, die Häuserfassaden sind aus hellem, freundlichen Stein gebaut und werden akribisch in gutem Zustand gehalten. Inmitten der Stadt befindet sich ein großer, kreisrunder Platz, an dem die vier Hauptstraßen der Stadt ihren Ursprung haben, und von dem aus alle wichtigen Viertel schnell zu erreichen sind. Direkt am Platz selbst befinden sich zwei Gasthäuser und das Postamt, und natürlich verschiedene Läden. Fast täglich wird am Platz Markt gehalten, und in der exakten Mitte steht eine große Holztribüne, auf der an den Festtagen Schauspiele stattfinden.



c.f. Städte und Dörfer, Akuya, Der Distelsumpf

Der Weg bis vor Akuya war problemlos verlaufen. Es war ja auch nicht weit gewesen, und auch, wenn er sich beim Aufbruch noch sehr zuversichtlich gezeigt hatte, so hatten Icariel so nach und nach doch nochmal Zweifel ergriffen. Akuya mochte nicht besonders groß sein, aber als Handelsstadt hatte sie trotzdem eine recht hohe Einwohnerzahl... ganz zu schweigen von den vielen Reisenden und Händlern, die hier nur auf der Durchreise waren, und sich für wenige Tage nochmal stärkten, bevor sie ihre Reise fortsetzten. Das Stadttor kam bereits in Sicht, doch bevor sie noch näher herangingen, blieb Icariel stehen und wandte sich Loeken zu.
"Wir sind bald da. Wie fühlst du dich?"
Bevor sie wirklich reingingen, wollte er sich doch lieber nochmal ein Bild von der Verfassung des Greifendämons machen. Es hätte keinen Sinn, reinzugehen, wenn der Andere das reinste, nervliche Wrack war. In dem Fall würde er ihn erst beruhigen müssen... und wenn es gar nicht ging, sich eine andere Lösung einfallen lassen.
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Re: Die Stadt Akuya

Beitragvon Loeken Rokash » Fr, 13.06.14 * 18:24

c.f. Städte und Dörfer, Akuya, Der Distelsumpf

Während der Reise nach Akuya, sprach Loeken nicht viel und war stehts darauf bedacht kein Klotz am Bein zu sein. Das letzte was er wollte, war dem anderen zur Last zu fallen.
Als die Stadttore langsam in Sichtweite rückten, konnte man seine aufkommende Anspannung deutlich warnehmen. Zuerst sah er Icariel unsicher an, blickte an ihm vorbei und sah wieder zurück. Dieser ihn etwas gefragt hatte.
"Ich - komm schon klar. Früher habe ich in einer Stadt gelebt. So - So lange meine Familie da war, war alles in Ordnung. Und na ja . . . also - jetzt bist du ja da?", leicht neigte Loeken seinen Kopf zur Seite und hielt sich mit einer Hand am Oberarm gegenüberliegend fest. Nach dem gesagten, sprach sein Blick sehr deutlich 'Sag mir bitte nochmal, das du bei mir bleibst'.
Er hatte durchaus Angst, in dieser Stadt plötzlich alleine auf dem Platz in der Mitte zu stehen. Diese Angst war nur zu gut berechtigt. Ein Wesen wie er, alleine ohne Begleitung wurde leicht sofort gemieden oder man versucht ihn zu verjagen. Diese Reaktionen sind keine Seltenheit.
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Re: Die Stadt Akuya

Beitragvon Icariel » Mi, 29.10.14 * 0:21

Der Greifendämon versicherte recht wacklig, dass bis jetzt noch alles in Ordnung war. Icariel hatte ja so seine Zweifel daran, denn die Körpersprache des Anderen vermittelte eher ein gegenteiliges Bild, aber dass jener nicht unbesorgt eine Stadt betreten würde, war von Anfang an klar gewesen. Und verständlich, denn Loeken hatte ja bereits einige schlechte Erfahrungen gemacht. Ein sanftes Lächeln breitete sich auf den Zügen des Engels aus, als er nickte.
"Richtig - jetzt bin ich da. Ich werde schon Acht darauf geben, dass dir niemand etwas tut."
Nur gegen furchtsame oder feindliche Blicke würde er ihn nicht schützen können, so gerne er das auch täte. Doch das war nicht möglich, dafür müsste sich Loeken versteckt halten, und das war nur kontraproduktiv. Leicht legte Icariel eine Hand an den Oberarm des Greifendämons, ihm dabei ermutigend zunickend.
"Ich werde dich nicht alleine lassen. Wir werden zusammen zum Markt gehen und Proviant für den Weg besorgen, und uns in einer der Herbergen ein Zimmer für die Nacht nehmen. Aber wenn die Furcht zu viel wird, dann sage es mir bitte, ja?"
Dann musste nämlich eine andere Vorgehensweise her, und zwar zuerst das Zimmer, in dem der Greifenjunge warten würde, während er alleine die Besorgungen erledigte. Andere Optionen gab es nicht, denn heute noch weiterzuziehen wäre zu gefährlich - der Weg in die nächste Siedlung war zu weit, als dass sie sie noch vor Anbruch der Dunkelheit erreichen würden, und in der Dunkelheit umherzuwandern war gefährlich geworden dieser Tage.
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Re: Die Stadt Akuya

Beitragvon Loeken Rokash » Mi, 29.10.14 * 0:46

Aufmerksam hörte Loeken genau zu was der Engel zu ihm sagte und beobachtete wie immer jede weitere Bewegung. Zwar wusste er nicht, wie weit er ihm vertrauen konnte, aber wenn nicht ihm, dann wohl so bald niemanden. Daraus ergab sich, besser ihn zu haben, als überhaupt niemanden.
"Mhm, ja! G-ganz sicher, ich ... ehm, werd etwas sagen.", aufgeregt und mit glänzenden Augen, die aussagten 'hoffentlich glaubt er mir' sah er den Engel an. Gleich darauf wurde der Blick von seinem Aufpasser abgelenkt, in Richtung Reisende.
Die sieben köpfige Gruppe schlenderte fröhlich plaudernd an den Beiden vorbei, als eine der Personen ihn erstaunt ansah wirbelte er seinen Kopf herum und vergrub ihn im Gewand an dessen Schlüsselbein seines Begleiters. Seine Hände hielten sich fest am Stoff auf seiner Brust.
"K-könnte ich v-vielleicht einen Mantel haben? Ich würde mich noch ein wenig besser fühlen, wenn ich meine Federn verstecken könnte . . .", murmelte der Greif in den Stoff.
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Re: Die Stadt Akuya

Beitragvon Icariel » Mi, 29.10.14 * 1:08

Die Nervosität des Anderen entlockte Icariel ein weiteres, ruhiges Lächeln. Es war ja schon traurig, dass diese Nervosität nicht von der Aufregung herrührte, eine neue Stadt zu sehen, sondern von der Angst, dass ihm ein Leid geschah. Doch er würde schon dafür Sorge tragen, dass es dem Greifenjungen dieses Mal anders erging, und niemand ihm auch nur ein Haar krümmte. Das war schließlich seine Aufgabe als Engel - zu beschützen. Und es widersprach seinem Wesen, jemanden Loeken einfach hängen zu lassen.
Gerade dabei, dem Greifendämon noch ein aufmunterndes Wort zuzusprechen, drückte dieser auf einmal unvermittelt das Gesicht in sein Hemd und krallte sich mit den Händen in selbigem fest. Verwundert blinzelte Icariel auf den Haarschopf hinunter, dann ging sein Blick zu der Reisegruppe, die fröhlich schwatzend weiter in Richtung Stadttor marschierte. Ach herrje... die hatten nicht einmal eine Bemerkung von sich gegeben oder waren nachhaltig erschrocken, und Loeken zeigte schon regelrechte Panik... na das konnte ja noch heiter werden.
Behutsam legte Icariel eine Hand an den Hinterkopf des Greifendämons und sprach mit leiser, ruhiger Stimme: "Ganz wie du möchtest. Ich trage allerdings keinen bei mir, das heißt, ich müsste erst einen in der Stadt besorgen - ist es denn in Ordnung für dich, hier solange zu warten?"
Ihm würde nichts Anderes übrig bleiben, dennoch stellte der Engel die Frage. Loeken sollte nicht das Gefühl haben, dass über seinen Kopf hinweg entschieden wurde.
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Re: Die Stadt Akuya

Beitragvon Loeken Rokash » Mi, 29.10.14 * 1:47

"Hh!", Loeken schreckte hoch, "Nein!" kam es laut aus ihm heraus und sah ihn mit geweiteten Augen an. Gleich darauf wurde sein Blick leicht beschämt und sah zur Seite, er wollte ihn doch gar nicht anschreien. Während er zur Seite sah, blickte er der Gruppe hinter her.
"I-Ich . . . tut mir Leid. Ich möchte mit gehen.", er wollte nicht hier warten. Loeken hatte Angst das Icariel vielleicht nicht wieder kommt und ihn hier alleine stehen lässt.
Natürlich sagte dieser ihm immer wieder, er würde auf ihn aufpassen, aber er war eben doch misstrauisch. Icariel kannte ihn doch gar nicht und doch kümmerte er sich so um ihm. Das empfand er als - merkwürdig. So etwas kannte er nicht.
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Re: Die Stadt Akuya

Beitragvon Icariel » Mi, 07.01.15 * 1:43

Der mehr als deutliche Ausbruch ließ Icariel kurz etwas verwundert auf Loeken hinab blicken, dann aber breitete sich wieder ein sanftes Lächeln auf seinen Zügen aus. Irgendwo war es verständlich, dass er nicht alleine bleiben wollte, aber dann würde er sich eben mit der Masse auseinandersetzen müssen...
"Wie du möchtest. Dann werden wir zuallererst einen Schneider aufsuchen, und für dich einen Mantel holen, bevor wir die anderen Besorgungen erledigen." Da würde sich dann schon zeigen, wie gut Loeken in einer Stadt unter vielen Leuten zurechtkam. Wenn er sich gut schlug, würden sie die Einkäufe zusammen erledigen, und wenn nicht, würde er Loeken darum bitten, in der Herberge zwischenzeitlich zu warten.
Leicht neigte Icariel den Kopf zur Seite, wobei er den Blick des Greifendämons suchte. Noch immer tat ihm jener so unsäglich leid - er musste Furchtbares durchgemacht haben, so, wie er gerade reagierte.
"Bereit?" fragte er lächelnd, in der Hoffnung, Loeken so ein wenig Mut zu machen.
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Re: Die Stadt Akuya

Beitragvon Loeken Rokash » So, 29.11.15 * 20:55

Loeken nickte nur und langsam setzte er sich ebenfalls in Bewegung, als Icariel voraus ging. Allmählich ging es in die Stadt hinein, die vielen fremden Menschen ließen den Greif bis zum Bersten anspannen. Er fühlte sich wie ein Brett auf zwei Beinen, die Blicke der Menschen die auf ihn starrten machten es auch nicht unbedingt besser.
Was hatte er auch erwartet, er trug Flügel und sah doch wie ein halber Mensch aus. Ein eiliger Mann rempelte ihn aus versehen an, so kam es das er aus Schreck erstmal mit dem Rücken gegen Icariel rannte und erschrocken dem Mann hinterher sah. Sein Herz flatterte für einige Sekunden wild und beruhigte sich nur langsam.
Alles gut, redete er sich ein, der Mann ... ist schon weg. Er ist weiter gelaufen. So viel zu sehen und so viel was seine Aufmerksamkeit erregte, man merkte schon, das Loeken leicht überfordert war.
Und dann entdeckte er einen wild um sich fuchtelnden Mann. Schnell weckte dieser sein Interesse. Der Mann schien gefährlich aus zu sehen, mit seinem dunklen Mantel und der aufgebrachten Stimme. Aber sein Gefühl sagte ihm etwas ganz anderes, das er nichts bösartiges vor hatte.
Für einen Moment vergaß er alles um sich herum und auch Icariel, er lief ihm regelrecht davon. Loeken steuerte den Mann an, er wollte wissen warum dieser so aufgebracht war und den Händler so anschrie, warum dieser so gefährlich aussah, aber er selbst nicht das Gefühl hatte das Gefahr von diesem Mann ausging.
Drei Meter vor dem Mann schreckte er hoch, oh nein, jetzt hatte er Icariel vergessen und alles um ihn herum. Schnell wirbelte herum, sein Blick suchte seinen Retter und neuen Freund.
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Re: Die Stadt Akuya

Beitragvon Akira Kuromori » So, 29.11.15 * 22:20

Aufgebracht war sogar noch untertrieben - der Mann in dem dunklen Umhang kochte geradezu vor Wut. Aber wie sollte er das auch nicht, immerhin wurde sein Bruder entführt, mitten in der Nacht und geradewegs durch das Fenster! Es ging viel zu schnell, als dass er den Entführer hätte sehen können... er hatte Hiros Verschwinden auch erst am nächsten Morgen bemerkt. Es gab nur ein einziges Indiz auf den Entführer, und das war eine große Feder, die unterhalb des Fensters gelegen hatte - viel zu groß, als dass sie vom Flügel eines gewöhnlichen Vogels stammen könnte. Nein, diese Feder gehörte zu einem geflügelten, menschenartigen Wesen. So jemand musste doch auffallen! Das war zumindest Akiras Hoffnung gewesen, als er begonnen hatte, herumzufragen, doch bisher hatte niemand etwas zu berichten gewusst. Niemandem war ein Wesen mit schwarzen Flügeln aufgefallen - und dieser Obsthändler gerade trieb ihn mit seiner pampigen Art richtiggehend zur Weißglut.
"Verfaul doch zusammen mit deinen gammligen Äpfeln!" herrschte Kira den Händler fuchsteufelswild an, und wandte sich abrupt von jenem ab, ohne dessen Erwiderung noch abwarten zu wollen. Er bebte regelrecht vor Zorn, was man unter Anderem daran merkte, dass der schwungvollen Bewegung seiner Hand eine züngelnde Flammenspur folgte, die sich aber schnell wieder verflüchtigte. Weit kam Kira aber nicht, denn kaum, dass er die dunkelbraunen Augen geradeaus richtete, stutzte er - da stand jemand mit Flügeln. Zwar waren die Federn nicht schwarz, aber trotzdem, ein Geflügelter! Die Augen zu schmalen Schlitzen verengend, schritt er energisch auf das Wesen zu.
"Du!" rief er ihm zu, noch bevor er zu ihm gelangt war, und ließ keinen Zweifel daran, dass er den geflügelten Mann meinte. "Geflügelter! Hast du jemanden mit schwarzen Flügeln gesehen? Antworte!"
Aus Kiras Tonlage ging mehr als deutlich hervor, dass er ein 'Nein' nicht akzeptierte.
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Re: Die Stadt Akuya

Beitragvon Icariel » So, 29.11.15 * 22:27

Zwar hatte Icariel ein aufmerksames Auge auf seinen scheuen Begleiter, aber jegliche Zwischenfälle ließen sich dennoch nicht vermeiden. Trotzdem hatte er immer ein aufmunterndes Lächeln auf den Lippen, wenn Loeken zu ihm sah, selbst als dieser erschrocken mit dem Rücken gegen ihn prallte. Beruhigend legte ihm Icariel für einen kurzen Momend die Hand auf die Schulter, ohne dabei aber viel Druck auszuüben, eine stumme Ermutigung, sich von dem kleinen Zustammenstoß nicht beirren zu lassen. Das ließ sich in einer belebten Stadt eben nicht immer vermeiden, und auch, wenn einige der Leute durchaus neugierig zu Loeken rübersahen, so waren aber keine schädlichen Tendenzen zu erkennen. Nun, zumindest solange, bis Loeken plötzlich loslief, und kurz darauf auch schon ein wütend aussehender Mann in dunklem Umhang und mit schwarzen Haaren, die in wilden Strähnen sein Gesicht umrahmten, auf Loeken zumarschierte. Eilig beschleunigte Icariel nun die eigenen Schritte, und trat hastig in einer schützenden Geste vor Loeken.
"Was auch immer Euer Begehr ist, es ist mit Sicherheit nicht notwendig, die Stimme zu erheben." sprach er den Fremden zwar ruhig, aber dennoch mit Nachdruck in der Stimme an. Was war denn das auch für eine Art, so auf jemanden zuzugehen, von dem man eine Antwort erhoffte? Einfach unmöglich, sowas...
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