Aquarinen-Höhle

Re: Aquarinen-Höhle

Beitragvon Kureno Ikashi » So, 14.07.13 * 21:22

Als sich Yashiro sichtlich erbost zu ihm umdrehte, und seine Augen dabei dämonisch rot aufglommen, musste Kureno für einen Moment doch schwer schlucken - es war eben vielleicht doch keine so gute Idee, einen Dämon wütend zu machen... Dämon blieb nunmal Dämon. Aber... aber Yashiro musste ihm gehorchen, und Punkt! Genau, er war sein Meister, nur dank ihm war er endlich in der Lage, diese Höhle zu verlassen, also sollte der durchsichtige Lappen ihn da auch gefälligst mit Respekt behandeln!
Beide Augen verengte Kureno zu schmalen Schlitzen und verschränkte die Arme fest vor der Brust. Wenn der Typ glaubte, ihn einschüchtern zu können, dann hatte er sich aber geschnitten!
"Woran ich mich in erster Linie erinnere, ist, dass ich dein Herr und Meister bin. Wenn du also nicht willst, dass ich dich hier in deiner kuschligen kleinen Höhle versauern lasse, passt du besser auf deinen Tonfall auf, wenn du mit mir redest."
Yashiro sollte sich also bloß nichts einbilden, er war immer noch derjenige, der am längeren Ast saß, und Punkt.
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Re: Aquarinen-Höhle

Beitragvon Yashiro Saito » So, 14.07.13 * 21:30

"Gut, dann hat sich das ja erledigt. Ihr braucht mich nicht mit zu nehmen. Ich habe mir einen Ehrevolleren Herren vorgestellt. Und so wie Ihr euch gebt, versauere ich freiwillig in der Höhle.", antwortete Yashiro mit gleichgültiger Miene, aber seine Stimme klang deutlich enttäuscht.
Ohne ein weiteres Wort verschwand er aus dem Raum. Problem nur für Kureno, das es eine Steintür war und demnach auch nicht ohne die Hilfe von Yashiro da raus kommen würde.

Natürlich war es ihm nicht gleichgültig, das wusste Yashiro nur zu gut. Aber wie sollte er mit so jemanden als sein Herr dort hinaus?
Er schaltete all seine Geistfähigkeiten aus, die es ihm ermöglichten Kureno durch die Steintür zu hören und setzte sich an seinen Tisch. Langsam ließ er sich in den Stuhl hinein sinken und dachte nach.
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Re: Aquarinen-Höhle

Beitragvon Kureno Ikashi » So, 14.07.13 * 22:40

Empört klappte Kureno den Mund auf - WAS hatte Yashiro da gerade gesagt?! Und... haute der jetzt allen Ernstes einfach ab?!
"Spinnst du?! Du kannst doch nicht-"
Weiter kam Kureno allerdings nicht, denn Yashiro war bereits durch die Tür verschwunden, und hatte ihn... einfach zurückgelassen. Völlig perplex starrte der Rothaarige die Steintür an. "... Yashiro?" Das war nun zögerlich gewesen, doch es kam keine Antwort und keine Reaktion. Der würde ihn jetzt doch nicht wirklich einfach hier liegen lassen, oder? Wie stellte sich der Idiot das denn vor, er konnte ohne ihn diesen Höhlenraum doch überhaupt nicht verlassen!
"Yashiro!" rief Kureno noch einmal, diesmal energischer, und setzte sich unter schmerzhaftem Ächzen im Bett auf. Fest kniff er dabei die Augen zusammen, das tat echt höllisch weh... "Yashiro, du verdammter Idiot, komm gefälligst zurück!" rief er, doch auch jetzt kam darauf keine Antwort. Der Kerl ignorierte ihn tatsächlich... und so langsam war sich Kureno wirklich nicht mehr sicher, ob der Dämon seine Worte nicht doch ernst gemeint hatte. Wenn er ihn jetzt wirklich hier zurückließ, bis er verhungerte und verdurstete? "YASHIRO!!!" brüllte Kureno aus Leibeskräften, wobei sich seine Hände fest in das Laken verkrallten, und ein panischer Ausdruck über sein Gesicht huschte. Das... durfte jetzt aber nicht wahr sein...
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Re: Aquarinen-Höhle

Beitragvon Yashiro Saito » So, 14.07.13 * 22:55

Nach einer gefühlten Ewigkeit, wobei es höchstens nur fünf Minuten waren, sah er zum Schälchen voll mit Salbe.
Eines war sicher, er konnte ihn nicht in diesem Raum lassen und sich gar nicht mehr um ihn scheren.
Schwermütig erhob er sich wieder und schleppte sich mehr oder weniger zu seinem kleinen Arbeitstisch und nahm das Schälchen in die Hand.

Vor die Tür geschritten, seufzte er nochmal tief und schritt dann zurück zu Kureno in den Raum. Das dieser vorhin aus aller Seele geschrien hatte wusste er nicht. Wie denn, wenn er seine Kräfte ausschaltete.
Mit der Schale in der Hand sah er ihn ernst an. Großartig irgendetwas vernünftiges erwartete er allerdings nicht.
"Euer Verband gehört gewechselt und ich habe hier eine Salbe vorbereitet, wodurch die Heilung beschleunigt wird."
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Re: Aquarinen-Höhle

Beitragvon Kureno Ikashi » So, 14.07.13 * 23:40

Kureno war drauf und dran, eine echte Panik zu entwickeln - in diesem Höhlenraum war er lebendig begraben, wenn Yashiro ihn nicht rausholen sollte. Als selbiger dann doch wieder zurückkam, fand er einen merklich angespannten Kureno sitzend im Bett wieder, der beide Hände fest ins Laken gekrallt hielt, und ihn aus großen, vor Adrenalin glänzenden Augen starr fixiert hielt.
"Mach das nie wieder."
Die Worte waren absolut ruhig gesprochen, weder laut, noch zornig, noch ängstlich. Dennoch lag etwas in seiner Stimme, das deutlich machte, dass das absolut kein Spaß war.
"Nie wieder. Hast du mich verstanden?"
Auf die Sache mit der Salbe ging Kureno überhaupt nicht ein. Das war im Moment völlig nebensächlich, ebenso sein schmerzender Bauch, der ihm die Sitzhaltung nicht gerade dankte.
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Re: Aquarinen-Höhle

Beitragvon Yashiro Saito » Mo, 15.07.13 * 0:01

Eigentlich hatte er unsinnige Vorwürfe, Hasstyraden oder ähnliches erwartet. Aber dies war nun nicht der Fall. Trotzdem, für ihn was das wie die Ruhe vor dem Sturm.
Auch wenn Kureno sich gerade ruhig verhielt, würde er sicher gleich irgendetwas sagen, was selbigen wieder in Rage brachte oder misstrauisch machte.
Yashiro seufzte ein weiteres mal, sein Unmut über die ganze Lage war doch schon groß. Langsam macht er die paar Schritte bis vor Kureno und bemerkte durchaus wie verkrampft er doch da saß. Von diesem Blick ganz zu schweigen.
Das er ihm Angst eingejagt hatte, konnte er sich denken.

"Einfach zu gehen? - In Ordnung.", willigte Yashiro ein und stellte das Schälchen auf den Nachttisch.
"Sobald Ihr wieder auf den Beinen seit, könnt Ihr hin wohin Ihr wollt. Ich würde jetzt gerne den Verband abnehmen und mich um die Wunde kümmern."
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Re: Aquarinen-Höhle

Beitragvon Kureno Ikashi » Mo, 15.07.13 * 0:13

Seitens Kureno folgte nur ein eindringlicher Blick. Wie Yashiro einfach so locker einwilligte, als ob überhaupt nichts gewesen wäre, und er ihm keinen halben Herzinfarkt beschert hätte... wenn Kureno nicht noch immer wie unter Schock stünde, hätte er den Dämon nun angebrüllt und angefaucht, was er sich überhaupt einbildete, so eine Nummer abzuziehen. So jedoch drehte er nur wortlos den Kopf zur Seite, um Yashiro demonstrativ nicht mehr ins Gesicht zu sehen, und zog das Oberteil seines Pyjamas aus, damit der Dämon den Verband abnehmen konnte. Gut, bei der Versorgung der Wunde würde er sich nicht querstellen, aber Yashiro brauchte bloß nicht glauben, dass das eben auch nur irgendwie okay war. Und das verdeutlichte das nun eisige Schweigen ziemlich gut.
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Re: Aquarinen-Höhle

Beitragvon Yashiro Saito » Mo, 15.07.13 * 0:27

Das er schwieg war Yashiro nur recht. Es kam ihm nichtmal in den Sinn, das Kureno vielleicht aus Trotz schweigen könnte.
Sanft wickelte er den Verband ab und als dies getan war nahm er das Schälchen, tauchte seine Finger in die kalte Maße und trug sie auf die Wunde auf.
Währenddessen machte er sich innerlich darauf gefasst, doch nicht in die Welt hinaus zu kommen. Denn so, das war für ihn klar, wollte er nicht wirklich weiter. Jetzt stellte sich für ihn eine Grundlegende Frage. Ging er mit und nahm es in kauf ständig angemotzt und als Monster abstempelt zu werden. Oder blieb er hier und fristete weiter sein Dasein in dieser Höhle.
Beide Optionen klangen nicht so, als würde man sich freiwillig für eine davon entscheiden. Aber ihm blieb nur die Wahl für entweder, oder.
Fertig mit dem Auftragen, das Schälchen wieder zur Seite gestellt, öffnete er die kleine Nachttischtür und holte einen frischen Verband heraus. Den er umgehend Kureno umwickelte.
Den alten Verband und das Schälchen genommen sobald er fertig war, ging er zur Tür und sagte nur, bevor er verschwand "Ich komme zum Abendessen wieder."
Er hatte nicht einmal für eine Sekunde vor, sich weiter im Raum auf zu halten. Ihm war einfach nicht danach sich noch länger um irgendetwas zu bemühen. Innerlich hatte Yashiro bereits aufgegeben.
Yashiro wollte nur ein klein wenig Anerkennung, jemanden der verstehen konnte wie er sich fühlt. Und zuletzt einen guten Grund, wirklich mit Kureno mit zu gehen. So gern er auch aus dieser Höhle raus wollte. So nicht. Deshalb entschied er sich gegen Kureno und für das bleiben in der Höhle.
Aber diese Entscheidung würde er Kureno schon noch rechtzeitig mitteilen.
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Re: Aquarinen-Höhle

Beitragvon Kureno Ikashi » Mo, 15.07.13 * 0:47

Auch Kureno war es gerade recht, dass von dem Dämon kein Wort kam. Im Moment hatte er ihm absolut nichts zu sagen, und weiterhin sah er nichtmal annähernd in dessen Richtung. Die kalte Heilsalbe ließ ihn kurz zusammenzucken, doch auch hierbei kam kein Wort über seine Lippen, selbst dann nicht, als Yashiro ihm den neuen Verband anlegte. So vorsichtig, dass Kureno dabei keine Schmerzen spürte, konnte jener gar nicht sein, doch das war auch schlichtweg nicht möglich, wenn man noch frisch aufgespießt war. Sich vor dem Dämon aber so schwach zeigen, um sich davon etwas anmerken zu lassen? Ne, sicher nicht. Fest biss Kureno die Zähne zusammen, um bloß keinen einzigen Schmerzenslaut von sich zu geben, selbst als Yashiro mit allem fertig war und mit knappen Worten wieder verschwand, sagte er noch immer kein Sterbenswörtchen. Dass der Mistkerl ihn für einen Moment echt in dem Glauben gelassen hatte, hier in diesem Raum zu verenden... nein, das würde er ihm nicht so schnell verzeihen - dass Yashiro ihm ernsthafte Angst eingejagt hatte.
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Re: Aquarinen-Höhle

Beitragvon Renji Kotake » Mo, 15.07.13 * 1:25

Wie sehr doch die Zeit verflog, wenn man sich amüsierte... Da machte man einen friedlichen, nächtlichen Waldspaziergang, nichts Böses im Schilde führend, und was hatte man davon? Mit einem Mal sprangen einem von irgendwo ein paar Werwolf- beziehungsweise Lycanerjäger in den Weg, und wollten einem auch gleich das im Moment nicht vorhandene Fell über die Ohren ziehen. Es wäre ärgerlich gewesen, wenn der Hellhaarige nicht ein kleines bisschen Mitleid mit seinen Angreifern und viel Amusement über ihre Leichtfertigkeit verspürt hätte. Fast hatten sie ihm ernsthaft Leid getan... allerdings nur fast. Denn wie viel ernsthaftes Mitgefühl hatte man schon mit jemandem, der einem den Kopf von den Schultern trennen wollte? Eben. Sie hatten ihm allerdings nicht viel entgegenzusetzen gehabt, waren allerdings doch imstande gewesen, das Spektakel soweit hinauszuzögern, dass die Nacht bereits in frühen Morgen übergegangen war. Und da Renji doch Wert auf ausreichend Schlaf legte, hatte er sich auf die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsort gemacht, nachdem auch der letzte Jäger gefallen war.
Seine Schritte hatten ihn relativ ziellos durch den Wald geführt, denn ein bestimmtes Ziel hatte er schließlich nicht. Nach einer Weile jedoch erreichte er einen Ort, der sein Interesse weckte...
Eine Höhle, vor der seltsam leuchtende Muster im Boden verliefen, wie bläuliche Sonnenstrahlen, die vom dunklen Schlund ausgesandt wurden. Renji ging in die Hocke und strich mit den langen Fingern einmal langsam über einen dieser Strahlen, die Stirn dabei leicht in Falten gelegt. Das war wirklich... interessant. Und auf jeden Fall eine Erkundung wert. Was sollte ihm denn auch groß passieren, wenn er eine dunkle Höhle betrat? Er war schließlich ein Lycaner, er konnte sich durchaus gegen wilde Tiere und anderes Gesocks wehren. Leichtsinn kam dennoch nicht in Frage, und so betrat er in behutsamen Tempo und mit wachsamen Sinnen das Innere der Höhle.
Ein wirklich bemerkenswerter Ort. Es ging nichts Bedrohliches von ihm aus, und von weiter hinten war das leise Plätschern von Wasser zu hören... ein kleiner Bach, wie sich bald darauf herausstellte. Lautlos überquerte der Hellhaarige jenen und ging mit weichen Schritten weiter, bis ein bläuliches Glimmen aus den Tiefen der Höhle zu erkennen war. Wirklich faszinierend... Je näher er der mysteriösen Lichtquelle kam, desto achtsamer wurde Renji allerdings, denn hier hatte er es definitiv mit etwas Übernatürlichem zu tun. Und da war ein kleinwenig Vorsicht immer angebracht.
Was er schließlich im Inneren der Höhle vorfand, war in der Tat unerwartet - den Höhlenraum, an dessen Eingang er stand, konnte man ja direkt als 'eingerichtet' bezeichnen, mit Stühlen und einem altarartigen Tisch, einer Kochstelle und anderen Kleinigkeiten, die davon zeugten, dass man hier leben konnte. Noch unerwarteter fand es Renji aber, dass er auch direkt jemanden antraf: Einen Mann mit langen Haaren und bläulichen Akzenten, die schon recht deutlich verrieten, dass man es mit keinem Menschen zu tun hatte. Und der ziemlich gut aussah, so nebenbei bemerkt...
"Oh."
Mehr sagte Renji vorerst nicht, und dieses eine Wort hatte weder besonders erstaunt, noch erschrocken geklungen. Eher... gelassen.
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