Aquarinen-Höhle

Aquarinen-Höhle

Beitragvon Yashiro Saito » Di, 02.04.13 * 10:56

Die Höhle befand sich am Rande des Gebirges, dort wo ein großer und dicht gewachsener Wald angrenzt.
Um den Eingang der Höhle herum verliefen blaue Malereien, die in ihrem Aussehen Sonnenstrahlen gleichkamen. Der Höhlenschlund selbst stellte dabei den dunklen Sonnenkörper dar.

Der Gang der Höhle war lang und man sah die Hand vor Augen nicht. Ein bläuliches Licht am Ende des Ganges änderte dies.
Im Inneren war ein großer Raum, mit sehr seltsamen Pflanzen. Sie leuchteten in allen Tönen der Farbe blau. Hin und wieder so hellblau, das man es als weiß abtun hätte können.
Der gesamte Raum war so hell, wie am Tage draußen.

Von Gang aus gesehen, dem Eingang der Höhle da es der einzige Eingang war, floß quer vorbei ein Fluss. Der allerhöchstens bis zu den Knöcheln tief war.
Das Wasser kam von etwa zwei Metern Höhe an der Wand hervor, es war sehr wenig, so das es keinen Wasserfall darstellte. Nur ein Rinnsal an der Wand herab und verschwand unter der Wand auf der anderen Seite wieder hinaus.
An einem Plateu, mit blau gefließtem Boden, stand ein steinerner Tisch und ebenfalls steinern zwei Stühle. Rund herum, um das Plateu hübsche bläuliche Pflanzen in unterschiedlichsten Formen blühend.
Dahinter eine steinerne Tür. Zumindest sah es nach einer Tür aus, hübsche schnitzereien darin. Aber sie sah nur danach aus, in Wirklichkeit war es auch nur eine Wand.
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Beitragvon Kureno Ikashi » Di, 02.04.13 * 10:59

Kureno wusste nicht, wie lange er nun schon unterwegs war. Oder wo er überhaupt war. Irgendwo im Wald, ja, soviel brachte er gerade noch selbst zustande, zu erkennen, aber darüber hinaus... hatte er keine Ahnung.
Hastig fuhr er herum, als hinter ihm ein Knacken ertönte, in der gleichen Bewegung war seine Hand bereits zu dem Lederhalfter an seinem Gürtel geschnellt, in dem sich sein treuer Wegbegleiter befand - ein Messer, nicht besonders groß, doch scharf genug, um damit jemandem die Kehle durchschneiden zu können. Lauschend verharrte Kureno einen Moment lang reglos, doch als nichts weiter zu hören war, wandte er sich mit einem angespannten Atemzug wieder ab und ging weiter. Die Geräusche der Wälder war er nicht gewohnt, jedes Knacken und Rascheln war ein fremder Laut in seinen Ohren. Doch kein Wunder, schließlich hatte er noch vor ein paar Tagen noch nie einen Wald mit eigenen Augen gesehen...

Es war ihm nicht sonderlich schwer gefallen, Rikadau zu verlassen. Ein kaputter, verkommener Steinhaufen, mehr war die Stadt ja nicht mehr, und jetzt, wo die Dämonen vermehrt über die Menschen im Umkreis Rikadaus herfielen, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die unterirdischen Gänge und Gemäuer in ein blutiges Buffet verwandeln würden. Wenn die Dämonen einen Weg hinab in die unterirdische Stadt finden sollten, würde es für die Menschen dort keine Rettung geben. Ein Szenario, das Kureno nicht abwarten wollte, um es am eigenen Leib zu erfahren.
Mit nichts Anderem als seinem Messer und der Kleidung, die er am Leibe trug - sehr schlicht, ausgetretene Stiefel, eine Hose und eine weite Tunika, allesamt gräulich in ihrer Erscheinung, da sich Schutt und Staub in den Stoff gefressen hatten - war er aufgebrochen, einfach aus dem Grund, dass er auch nichts Anderes hatte. Neben dem Messerhalfter hing noch ein kleiner Beutel an seinem Gürtel, der allerdings nicht nennenswert mit Geld gefüllt war. Ein paar klägliche Kupferlinge klimperten dort leise, alles an 'Reichtum', das er hatte zusammenkratzen können. Auch die Aussicht auf Reisende zu treffen, die er freundlich und leicht nachdrücklich um ihr Geld erleichtern konnte, war nicht besonders vielversprechend - es war sehr gefährlich geworden, zu reisen, seitdem die Dämonen verstärkt anzutreffen waren. Davon konnte Kureno selbst nun auch Lied singen.
Es musste mittlerweile ein paar Tage her sein... Rikadau lag zu dem Zeitpunkt ebenfalls schon ein paar Tagesmärsche zurück, und Kureno hatte seinen Blick fest auf den grünen Landstrich vor sich gerichtet gehabt, der sich kurz darauf als der Rand eines Waldes herausgestellt hatte. Ein völlig unbekanntes Bild für jemanden, der sein ganzes bisheriges Leben lang in Rikadau verbracht hatte, und abgesehen von Schutt, Stein und karger Felslandschaft nichts Anderes kannte. So unbekannt, dass Kureno nicht vorhatte, den Wald auch zu betreten, doch in jenem Augenblick hatte er ein Tosen und Kreischen hinter sich gehört, das ihm keine andere Wahl gelassen hatte: Dämonen, solche von der geflügelten Sorte, die alles an Menschen und Tieren, das sie fanden, mit sich hoch in die Luft rissen, um sie irgendwo fallen zu lassen - sei es über einem Moor, einem See oder scharfkantigen Felsenklippen. Kureno hatte gar nicht erst einen genaueren Blick auf die fliegenden Gestalten riskiert, sondern sich blindlings ins grüne Gestrüpp gestürzt. Die Bäume hatten ihn vor den Dämonen bewahrt, doch natürlich hätte es nicht ausgereicht, sich hinter dem ersten Baum zu verstecken, es war ihm also nichts Anderes übrig geblieben, als sich tiefer in den unbekannten Wald zu flüchten... mit dem Resultat, sich hoffnungslos verirrt zu haben.

Schnaubend schlug er das Geäst eines Busches zur Seite. Seit Tagen schon sah er schon nichts Anderes mehr als Bäume und Büsche, und seit genau diesen Tagen fühlte er sich nun schon völlig aufgeschmissen. Eine solche Umgebung war er einfach nicht gewohnt, er kannte weder ihre Tücken noch Vorteile. Er... war in gewisser Weise hilflos. Ein Gedanke, der ihn mindestens so wütend machte, wie er ihm Angst einjagte, und mit der flachen Hand ungehalten gegen den Stamm einer dicken Eiche schlagend, ließ sich Kureno erneut schnaubend zwischen deren Wurzeln zu Boden sinken. Mit dem Rücken zum Stamm sitzend, stellte er beide Beine auf, sodass er die Arme auf den Knien ablegen konnte, und pustete sich eine der flammend roten Strähnen aus dem Gesicht, die ihm quer über die Nase gehangen war. Er hatte keine Ahnung, wie lange er noch hier herumirren würde, doch so langsam wurde die Lage ernst - und der Hunger quälender.

Eine ganze Weile hockte Kureno stumm und relativ reglos unter dem Baum. Er musste sich dringend überlegen, wie es jetzt weitergehen sollte, denn eines stand fest: Geschwächt und ziellos durch den Wald zu laufen war zu gefährlich, vor allem, da es mit Sicherheit auch Dämonen gab, die sich hier tummelten. Als Erstes... brauchte er etwas zu essen. Allein der Gedanke daran ließ Kurenos Magen leise grummeln, sodass der Rothaarige das Gesicht verzog und eine Hand auf seinen sich zusammenziehenden Magen legte. Suchend huschten die blauen Augen über seine Umgebung. Von Pflanzen hatte er generell keine Ahnung, ganz zu schweigen davon, welche er essen durfte und welche nicht. Vermutlich täte er besser daran, sich an der Jagd zu versuchen...
Mit einem Seufzen ließ Kureno den Kopf auf seinen Arm fallen. Ich und jagen, ja klar. Davon hab ich doch genauso wenig Ahnung. Alles in allem.. sah es schlecht aus. Selbst wenn er so unverschämtes Glück hatte, und ein Kaninchen erlegen konnte, was nützte ihm das, wenn er nichts hatte um ein Feuer zu machen? Die Gegend sah nicht danach aus, als würden hier irgendwo Feuersteine rumliegen. Fieberhaft vor sich hinüberlegend und hin und wieder ein tristes Seufzen von sich gebend, bemerkte Kureno die herannahende Nacht erst, als es um ihn herum merklich dunkler wurde. Innerlich lachte er bitter auf - na herrlich, das nächste Problem.
Leise fluchend stand Kureno auf und klopfte flüchtig Erde und Laubreste von seiner Hose. Für die Nacht musste er sich einen geschützteren Ort suchen, denn abgesehen von Dämonen konnte er auch von wilden Tieren überfallen werden. Weiß doch der Kuckuck, was alles in Wäldern auf einen lauerte... Seine Schritte nun bedachter als vorhin setzend, schlich Kureno durch zunehmends finsterer werdende Baumreihen hindurch, mit einem Mal blieb er dann aber abrupt stehen.
Vor ihm lag eine Höhle. Eine sehr merkwürdig aussehende, zumindest war sich Kureno sehr sicher, dass die blauen Malereien, die im schräg einfallenden Abendrot eher türkis wirkten, auch für eine Waldhöhle eher ungewöhnlich waren. Nein, das war auf keinen Fall natürlich, es wäre also das Beste, wenn er schnell wieder von hier verschwand, doch andererseits... eine Höhle war ein guter Schlafplatz. Sie würde ihn vor Wind und Wetter schützen, und auch vor Wildtieren. (Zumindest hoffte er das.) Darüberhinaus... war ihm eine Höhle um einiges vertrauter, als ein grüner Wald. Er kannte den hallenden Klang, der sich darin an den Felswänden brach, konnte den echoenden Geräuschen auch mühelos die Ursprungsrichtung entnehmen. Es war einfach vertrautes Terrain.
Einige Augenblicke lang stand Kureno unentschlossen vor dem Höhleneingang, den Blick hielt er dabei konzentriert auf die Dunkelheit vor ihm gerichtet. Dann setzte er zögerlich einen Fuß voran und betrat die Höhle - es konnte zumindest nicht schaden, sich kurz darin umzusehen.

Nach den ersten Metern fand Kureno noch nichts Ungewöhnliches an der Höhle. Sie schien lang zu sein, was gut für ein Versteck war, doch solange er nicht wusste, ob nicht tiefer im Inneren bereits etwas oder jemand hauste, war es keine so gute Idee, sich einfach irgendwo hinzulegen. Erst musste er sich vergewissern, ob er alleine hier war.
Mit zunehmenderer Finsternis kniff Kureno die Augen fester zusammen und wurde in seinen Schritten langsamer. Zwar hatte er den Großteil seines Lebens im Unterirdischen verbracht, doch das hieß nicht, dass er im Dunkeln sehen konnte. Doch je tiefer er sich in die Höhle hineinwagte, desto deutlicher ließ sich irgendwo an deren Ende ein blaues Licht erkennen. Spätestens jetzt konnte er diese Höhle wirklich als 'nicht normal' einstufen und sollte lieber schleunigst kehrt machen, doch nun war die Neugier des Rothaarigen geweckt. Was auch immer da hinten sein mochte... er wollte es sehen.
Das Licht wurde stetig stärker, sodass es keine Schwierigkeit mehr darstellte, die Umgebung zu erkennen. Dennoch zückte Kureno sein Messer - wenn er besser sehen konnte, würde das auch auf mögliche andere Anwesende zutreffen. Verblüfft weiteten sich die Augen des Rothaarigen, als er den im Inneren der Höhle verborgenen Raum erreichte, nie zuvor hatte er auch nur etwas Vergleichbares gesehen. Blau strahlende Blumen und Pflanzen, die den Höhlenraum taghell in bläulichen Nuancen erleuchteten, wuchsen ungehemmt und ungestört in allen möglichen Formen, sodass Kureno gar nicht anders konnte, als einige Minuten lang in stilles Staunen zu verfallen. Bewundernd glitt sein Blick über die blauen Schönheiten - ob die wertvoll waren?
Ein Gedanke, der sich so absolut in seinem Kopf festsetzte, dass Kureno noch auf der Stelle kehrt machte, und aus der Höhle lief. Als er nach einiger Zeit zurückkehrte, war er nicht nur ziemlich atem- sondern auch hemdlos: Um einen draußen gefundenen, robusten Stock gebunden, war es jetzt kurzerhand zu einem Beutel umfunktioniert worden. Platschend trat er durch den seichten Bach, dem Altar, oder was auch immer das sein sollte, schenkte er so gut wie keine Aufmerksamkeit. Genausowenig der Tür, seine Konzentration war ganz und gar auf die blau leuchtenden Pflanzen gerichtet, von denen er schnell die ersten Abschnitt und in sein zweckentfremdetes Hemd legte. Beim nächsten Händler oder in der nächsten Stadt würde sich dann herausstellen, wie wertvoll das Zeug hier war.
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Beitragvon Yashiro Saito » Di, 02.04.13 * 11:14

Während sich Kureno an den Pflanzen vergriff, sah man eine bläuliche Gestalt aus der Felswand hervorkommen. Zur Hälfte blieb diese Gestalt, sehr wohl als männlich zu erkennen, in der Steintür.
Eine Weile wurde Kureno vom dem langhaarigen Mann beobachten, seine Geisterhaften Kunturen wurden immer genauer, so das man nun alles bis ins Detail sehen konnte. Aber natürlich noch durchsichtig erschien.
"Guten Abend. Wisst Ihr nicht, das diese Pflanzen unter echtem Tageslicht verwelken?", ertönte Schlussendlich die tiefe Stimme des Mannes.
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Beitragvon Kureno Ikashi » Di, 02.04.13 * 11:15

Gerade dabei, den nächsten Stängel zu durchtrennen, rutschte Kureno schlagartig das Herz in die Hose, als mit einem Mal eine Stimme hinter ihm ertönte. Auf dem Absatz noch wirbelte er mit weit aufgerissenen Augen herum, relfexartig zeigte er dabei mit der Messerspitze in die Richtung, aus der die Stimme gekommen war - als er sah, wer oder besser gesagt was da gesprochen hatte, wandelte sich der nur zu deutlich ersichtliche Schock in seinem Gesicht in blankes Entsetzen. Reflexartig stolperte er rücklings zurück, bis er mit dem bloßen Rücken hart an die Höhlenwand prallte, wo sich ein vorstehender Fels schmerzhaft zwischen seine Schulterblätter bohrte, doch diesen Schmerz ignorierend, presste sich Kureno weiter dagegen.
Aus der Tür heraus hing ein Mann. Ein durchsichtiger Mann. Die Hand, die das Messer hielt, dessen Spitze weiterhin auf den erschienenen Geist gerichtet war, fing an zu zittern. "Bleib fern von mir." flüsterte Kureno stimmlos, nicht fähig, so etwas wie warnenden Nachdruck in seine Stimme zu legen. Dafür saßen sowohl Schock als auch Entsetzen viel zu tief.
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Beitragvon Yashiro Saito » Di, 02.04.13 * 11:30

Der geisterhafte Mann trat nun ganz aus seiner Tür und legte den Kopf leicht schräg. Dabei einen musternden Blick aufgesetzt.
"Bitte entschuldigt, ich wollte Euch nicht erschrecken. Genauso wenig bin ich gefährlich für Euch. Außer Ihr Zeigt Euch . . . feindlich gesinnt."
Er bewegte sich langsamen Schrittes zu seinem Steintisch und lehnte sich dagegen. Der sogenannter Tisch, war nochmal um ein paar Meter weiter von Kureno entfernt.
"Ich hatte schon lange keinen Besuch mehr und wenn, war es nie jemand mit . . .", eine kurze Redepause folgte,". . . nun, freundlichen Absichten. Also, was führt Euch in diese Höhle?"
Auf eine Antwort wartend beobachtet der Mann genau, wie er sich verhält, was für Bewegungen er macht, jede Gestik wurde genauestens bemerkt.
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Beitragvon Kureno Ikashi » Di, 02.04.13 * 11:32

Die Messerspitze folgte den Bewegungen des... Geistes?, sodass sie weiterhin auf ihn gerichtet blieb. Absolut schwachsinnig, denn was würde eine Klinge schon jemandem anhaben können, der durch Wände ging? Andererseits aber gab es Kureno das Gefühl, sich im Fall der Fälle irgendwie zur Wehr setzen zu können, auch, wenn dieses Gefühl natürlich trügte.
"Wer oder was bist du?" fragte er in leisem Flüsterton, als würde ein zu lautes Wort ein Unheil heraufbeschwören. Immer noch starrte Kureno den Mann aus weit aufgerissenen Augen an und presste sich mit dem Rücken gegen die Höhlenwand. Der Mann könnte eine spezielle Art von Dämon sein, wer wusste das denn schon? Wobei es merkwürdig war, dass ein Dämon noch mit ihm sprach, und sich nicht einfach von hinten an ihn heranschlich, um ihn dann in Stücke zu reißen... aber Kureno hatte von den Beweggründen der Dämonen ungefähr so viel Ahnung wie von Kokosnussplantagen, woher zum Kuckuck sollte er also wissen, was in deren Kopf vor sich ging?
"Wa-was ich hier will?" wiederholte er die Frage des Anderen, um sich mehr Zeit für die Antwort zu verschaffen. Der Geisterdämon, oder was auch immer, sprach davon, dass er früher schon 'feindlichen' Besuch hatte - na, was er mit dem angestellt hatte, konnte sich Kureno bereits denken. Die Frage war nur, hat er sie allein dafür getötet, weil sie die Höhle betreten hatten, oder weil sie unter Umständen etwas mitnehmen wollten? So etwas wie die blauen Blumen beispielsweise...
Kureno schluckte schwer. "N-nichts, gar nichts will ich hier, ich wollte nur nachsehen, ob die Höhle hier unbewohnt ist, aber das ist sie ja nicht, also geh ich dann mal wieder, ich wollte wirklich nicht stören, also danke und gute Nacht." sprudelte er in rasantem Tempo runter und sprintete wie von der Tarantel gestochen plötzlich los in Richtung Ausgang.
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Beitragvon Yashiro Saito » Di, 02.04.13 * 11:40

Im 'nu war der geisterhafte Mann plötzlich vor ihm und so knapp das man gegen ihn rennen könnte. Was auch jetzt der Fall sein kann, da er sich in menschlicher Gestalt plötzlich vor Kureno wieder befand.
"Warum nachsehen, ob eine Höhle unbewohnt ist?", wurde dessen Neugier geweckt und hielt Kureno davon ab, aus der Höhle zu verschwinden.
Wer oder was er ist, würde er noch früh genug beantworten. Für den Moment ignorierte der Mann aber die an ihn gerichtete Frage und interessierte sich nur für die Antwort der seinigen Frage.
Das bläuliche der Geistergestalt, hing noch hier und dort in seinen Haaren fest, dessen Haarfarbe ein helles Aschbraun war, fast hellgrau.
Seine tiefen hellblauen Augen durchdringten mit jeder Sekunde seinen Gegenüber, je mehr er ihm in die Augen sah. Wenn man nicht aufpasste, konnte man sich leicht in seinem Blick verlieren. Fast so, als stünde man unter Hypnose.
In seinem Gesicht zeichneten sich in der gleichen blauen Farbe, wie bei den Haaren, Muster ab. Besonders auf seiner Stirn, um seinen Kopfschmuck herum. Um seinen Hals hing ein Amulett. Es schien so als könne man es aufklappen und darin etwas finden.
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Beitragvon Kureno Ikashi » Di, 02.04.13 * 11:43

Kurenos Fluchtversuch fand ein mehr als abruptes Ende, als der Mann plötzlich wie aus dem Nichts heraus in fester Gestalt vor ihm stand, und Kureno in vollem Lauf gegen ihn prallte. "Umpfffff!" Dumpf begleitete diese nicht sehr intelligente Wortmeldung den Rückstoß, der ihn rücklings zu Boden fallen ließ. Das Messer schlug mit einem deutlich von den Wänden zurückhallenden Scheppern auf dem Höhlenboden auf, und schlitterte scharrend noch ein Stück weit von dem Rothaarigen weg, der scharf die Luft zwischen den Zähnen einsog, sich davon abgesehen aber erstmal nicht nennenswert rührte.
Pochender Schmerz brachte seinen Schädel beinahe zum Explodieren - er war mit dem Hinterkopf aufgeschlagen. Benommen blinzelte Kureno zu dem Mann hoch, konnte zunächst aber die Details von dessen Aussehen nicht genauer ausmachen. Weiße Punkte flirrten vor seinen Augen. Es dauerte einige Momente, bis er begriff, dass der Mann ihm eine Frage gestellt hatte, doch er antwortete nicht darauf. Langsam rollte sich Kureno auf die Seite. Das Messer lag nicht in Reichweite, und wenn er daran dachte, wie schnell sich der Andere vorhin eben bewegt hatte, war es reine Zeitverschwendung, an Wiedererlangung und Flucht zu denken. Mit schwerfälligen Bewegungen robbte Kureno weg von dem Mann.
"Töte mich nicht..." bat er hoffnungslos. Er selbst glaubte allerdings nicht daran, denn was konnte dieser Mann vor ihm auch schon anderes sein, als ein Dämon? Dies hier würde sein Ende sein...
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Beitragvon Yashiro Saito » Di, 02.04.13 * 11:46

Da er sich darauf gefasst hatte, das sein Besucher mit größter Wahrscheinlichkeit gegen ihn laufen würde, stand er auf festen Beinen.
Leicht zog der Mann eine Augenbraue hoch "Euch töten?", wiederholte dieser fragend mit ungläubig klingender Stimme.
Die paar Schritte, die zwischen Kureno und ihm lagen, waren schnell getan.
"Ich habe nicht vor Euch etwas zu tun. Ihr könnt gehen, sobald meine Fragen beantwortet wurden.", sprach er und bot Kureno eine Hand entgegen. Um ihn hoch zu ziehen.
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Beitragvon Kureno Ikashi » Di, 02.04.13 * 11:47

Kurenos erste Reaktion, als der Mann so schnell auf ihn zukam, war natürlich erneut eine abwehrende. Hastig riss er einen Arm hoch vor sein Gesicht, um es vor einem Angriff zu schützen - dass das bei jemandem, der substanzlos werden konnte, relativ sinnlos war, ging ihm erst danach auf, sodass er den Arm dann langsam wieder sinken ließ.
Unsicher huschte der Blick der blauen Augen zwischen dem Gesicht des Mannes und dessen ihm entgegengestreckter Hand hin und her. Der Mann machte auf Kureno nicht den Eindruck, dass er ihm wirklich etwas tun wollte, denn in dem Fall hätte er dafür nun schon mehrere und deutlich bessere Gelegenheiten gehabt, aber... wenn man schon Menschen nicht trauen konnte, wie konnte man dann sein Vertrauen einem Geist oder Dämon oder was auch immer schenken? Langsam, um bloß nicht durch zu schnelle Bewegungen etwas zu provozieren, rollte sich Kureno wieder auf den Rücken, stemmte die Hände neben sich auf den Höhlenboden und robbte neuerlich weg von dem Mann. (Diesmal allerdings ohne sich dabei Kratzer auf dem Rücken zuzuziehen, da die Bewegung diesmal ja nicht überstürzt war.)
"Ich wollte nachsehen, ob ich hier übernachten kann." antwortete Kureno dann doch noch. Genau genommen hatte er ihm das ja auch zuvor schon gesagt gehabt, aber da hatte es wohl wirklich nur nach hastiger und billiger Ausrede geklungen... vor allem, da er ja gerade dabei gewesen war, die blau leuchtenden Blumen abzusäbeln.
Allmählich beruhigte sich Kurenos flacher gewordener Atem wieder. Der Mann sprach und benahm sich ruhig, was aber nicht bedeutete, dass er nichts im Schilde führte. Dennoch war es hilfreich, die kurz hochgewallte Panik wieder in den Griff zu kriegen. Leicht drehte Kureno den Kopf zur Seite und verengte die Augen ein wenig, sein Blick hielt aber weiterhin den Mann fixiert. "Wer oder was bist du?" stellte nun Kureno eine Frage. Weshalb wusste er selbst nicht so genau, aber vielleicht verschaffte ihm ein Gespräch etwas Zeit, in der er doch noch erfolgreich abhauen konnte.
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