Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Re: Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Beitragvon Kureno Ikashi » Sa, 05.12.15 * 17:05

In seinen letzten Atemzügen merkte Kureno noch, wie jemand zur Hilfe kam. Plötzlich war da Licht, dann verschwand die Vampiress von seinem Hals. Grausige Geräusche drangen an seine Ohren, die der im Sterben liegende Rothaarige aber nicht mehr zuordnen konnte, und noch bevor die Vampiress ihren untoten Atem ausgehaucht hatte, kam sein Herz zum Stillstand. Leblos lag Kureno auf dem Stroh, während Yashiro die Spuren beseitigte und noch andere Maßnahmen traf, kreidebleich und zunehmends erkaltend. Auch als sich Yashiro auf den Tisch setzte, ging kein Lebenszeichen durch den Rothaarigen - wie auch? Er war tot. Jedenfalls solange, bis er unvermittelt die Augen aufriss.
Aus Leibeskräften schrie Kureno, als er sich wie unter Krämpfen wand und auf dem Stroh hin und her wälzte, dabei den Rücken buckelte und dann wieder durchdrückte - unkontrollierte Bewegungen, die rein dem unglaublichen Schmerz zuzuschreiben waren, der sich wie Säure durch seine Eingeweide brannte. Doch während er Qualen litt, von denen er nie geglaubt hatte, dass sie überhaupt existierten, gingen Veränderungen an ihm vor, die nicht zu übersehen waren. Die verbliebenen Wunden an Hals, Gesicht und auch am Bauch schlossen sich, bis die Haut völlig unverletzt zurückblieb, das rote Haar wurde in der Farbe noch kräftiger und auch länger. Natürliche Makel der Haut verschwanden, bis sie blass und ebenmäßig war, und selbst die Gesichtskonturen veränderten sich leicht. Die Wangenknochen traten stärker hervor, doch gerade so, dass das Gesicht dadurch nicht eingefallen wirkte, sondern nur betont, und zuletzt wuchsen die Eckzähne zu deutlicher Überlänge heran. Erschöpft fiel Kureno auf die Seite zurück, und in heftigen Zügen hob und senkte sich seine Brust, selbst wenn das nun nicht mehr zwingend nötig für ihn sein würde. Ein Zittern ging durch seinen Körper, in dem der gleißende Schmerz noch immer spürbar nachpochte, und die veränderten Augen, deren Blau nun heller und kräftiger war, kamen auf Yashiro zu liegen.
Verwirrung lag in Kurenos Blick, ebenso wie Angst, doch er war nicht zu Worten fähig. Was war passiert? Er konnte sich kaum erinnern... da war eine fremde Frau, ein kurzer, aber brutaler Kampf, Schmerzen und so erschreckend viel Blut...
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Re: Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Beitragvon Yashiro Saito » So, 06.12.15 * 20:59

Einige Zeit tat sich absolut nichts, mit jeder Minute die verging und Yashiro in 'Freiheit' war, wurde er nervöser. Hatte er doch keine Ahnung wie sich das auf ihn auswirkte, da der Pakt ja nun aufgelöst war.
Als Kureno plötzlich diesen Schrei los ließ, riss es ihn schlagartig aus seinen Gedanken und hoffte instinktiv das niemand aus dem Dorf diesen Schrei gehört hatte. Aufmerksam und auch ein wenig angespannt beobachtete er dessen Verwandlung. Yashiro hatte so etwas in seinem ganzen Dasein noch nie hautnah mit angesehen. Er fand es ein wenig faszinierend und doch tat es ihm Leid das er für Kureno in diesem Moment nichts tun konnte.
Dessen äußeres bald schon nicht mehr vergleichbar mit jenem zuvor, blieb Yashiro unverändert sitzen. Er wartete ab und legte den Kopf leicht zur Seite. Sein Blick lag sanft auf Kureno, Yashiro hatte weder Angst in seinen Augen noch Hass oder gar Mitleid.
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Re: Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Beitragvon Kureno Ikashi » So, 06.12.15 * 21:17

Abgesehen von einem abwartenden Blick kam von Yashiro nichts, keine Erklärung, keine Fragen, gar nichts. Nicht unbedingt hilfreich, und immer noch leicht zitternd stemmte Kureno die Arme gegen den Boden, und richtete den Oberkörper auf.
"Was... was ist passiert?" fragte er, und ließ den Blick durch die Scheune gleiten. Die Frau war verschwunden, aber im Moment war das nicht unbedingt das, das ihm am Stärksten auffiel. Die Scheune... sie sah so völlig anders aus für ihn. Die Dunkelheit trübte in keinster Weise mehr seine Sicht, er konnte jede Furche so klar im Holz erkennen, als wäre hellichter Tag, und auch abgesehen davon... war das nicht mit vorher zu vergleichen. Als wären die Farben der Nacht intensiver, als hätte jeder einzelne Strohhalm mehr an Dichte und Tiefe gewonnen... und selbst die Luft roch anders. Klarer. Vorsichtig nahm Kureno einen tiefen Atemzug, und leicht weiteten sich die blassblauen Augen, als er so viele Gerüche so unverkennbar deutlich herausfiltern konnte, dass er gar nicht anders konnte, als darüber zu staunen. Das Heu, der Lehmboden, Yashiro, das unter dem Heu verborgene Blut - sein eigenes und anderes, das dann wohl der Frau gehört hatte - aber auch Gerüche, die er hier gar nicht riechen können sollte. Der Geruch des Eintopfes, den sie am Abend gegessen hatten, und der in einem Kessel einige Häuser weiter noch über dem Feuer hing, der Geruch des nahen Waldes, er war sich sogar sicher, nasses Hundefell zu riechen, obwohl er noch gar keinen Hund hier gesehen hatte...
Fassungslos über diese Details fasste sich Kureno an die Stirn, und stieß auf das Nächste, das für ihn gerade keinen Sinn ergab. Sein Haar war plötzlich deutlich länger, ein paar der Strähnen waren nun vorgefallen und reichten ihm bis über das Kinn hinaus.
"Was..?" fing er perplex an, ehe ihm seine nun deutlich blassere Haut auffiel, aber das könnte auch der Attacke vorhin noch geschuldet sein. Moment, die Attacke! Mit weit aufgerissenen Augen fuhr er mit einer Hand hoch zu seinem Hals und tastete jenen akribisch ab, doch da war keine Verletzung mehr. Keine Spur von einem Biss, und erst jetzt fiel ihm auf, dass auch sein Bauch sich sehr ruhig verhielt. Augenblicklich noch zog er sein Hemd ein Stück hoch, doch auch hier war nichts mehr von einer Verletzung zu sehen. Nichtmal eine Narbe.
"Was ist passiert?! Was bedeutet das?!" kam es nun schon deutlich energischer von seinen Lippen, und wieder kehrte Kurenos Blick zu Yashiro zurück, der dort auf dem Tisch saß. Was zum Kuckuck war hier los?!
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Re: Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Beitragvon Yashiro Saito » So, 06.12.15 * 21:53

Was für eine Tragödie, da hatte er doch tatsächlich einfach zu gesehen wie ein junger Vampir entsteht. Yashiro fragte sich, ob er ihn nicht hätte lieber töten sollen. Vampire sind jetzt nicht unbedingt dafür bekannt, sich wie normale Menschen zu ernähren. Aber nun war es zu spät und er beschloss erstmal das beste aus der Situation zu machen.
"Die Frau, die dich angegriffen hatte. Sie war ein Vampir.", beantwortete Yashiro mit ruhiger Stimme dessen Frage, "Du bist ab jetzt ein Wesen der Nacht." Ein Untoter könnte man auch sagen, aber das wäre etwas zu drastisch ausgedrückt.
Für' erste sprach Yashiro nicht viel mehr. Es würde nichts helfen, ihn in seinem verwirrten Zustand mit Infos zu überhäufen. Wie zum Beispiel die Tatsache, das die Vampirlady von ihm geköpft im Wald auf einer Lichtung lag und das Blut in der Scheune zur Not erstmal mit Stroh ebenfalls von ihm bedeckt wurde. Vor allem wollte Yashiro ihm nicht unbedingt das Gefühl geben, er wäre der nächste den er köpft.
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Re: Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Beitragvon Kureno Ikashi » So, 06.12.15 * 22:14

Das... hatte gesessen. Fassungslos blieb Kurenos Blick auf Yashiro gerichtet, ganz als hätte ihm jener eben gesagt, ihm würde ein zweiter Kopf wachsen. Wesen der Nacht... Vampir... und er war jetzt einer davon..? Leicht sackte Kureno in seiner Sitzhaltung in sich zusammen, als ihm nach und nach aufging, was das für ihn bedeutete, er zweifelte keine Sekunde dabei an der Richtigkeit von Yashiros Worten. Es deckte sich mit den bruchstückhaften Erinnerungen, und würde auch seine veränderte Wahrnehmung erklären... aber am Gewichtigsten war, dass es völlig unsinnig wäre, würde ihn Yashiro jetzt anlügen, denn davon hatte jener nichts.
"Ich bin ein..?" kam es leise von dem Rothaarigen, dem es immer noch schwer fiel, das zu verarbeiten. Das hieß... er würde nie wieder die Sonne sehen? Nie wieder ihre Wärme spüren? Und vor allem... würde er jetzt auch zu einer Bestie werden, wie die Vampiress? Andere überfallen, um sie zu töten und ihr Blut zu trinken?
"Was... was soll ich jetzt tun..?"
Die Stimme des Rothaarigen war leise und kaum hörbar, nur wie ein sanfter Hauch, dennoch lag mit aller Deutlichkeit Ratlosigkeit darin, während er die Beine eng an die Brust anzog und die Arme um die Knie schlang. Er war völlig überfordert damit, sodass er sogar völlig darauf vergaß, seine übliche, unnahbare Haltung an den Tag zu legen. Die Hilflosigkeit, die er gerade verspürte, war ihm mühelos anzusehen, und der Gedanke, dass die Dorfbewohner - und möglicherweise auch Yashiro - einen Vampir nicht am Leben lassen würden, war ihm noch gar nicht gekommen.
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Re: Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Beitragvon Yashiro Saito » Mo, 07.12.15 * 19:53

Was sollte Yashiro ihm jetzt am besten wohl sagen, fragte dieser sich selbst. Diese Hilflosigkeit die jener zeigte, war Yashiro zwar fremd und unerwartet, aber konnte es nach vollziehen. Ihm ging es ja nicht anders, als er zu dem gemacht wurde was er heute ist. So etwas ließ einem nicht einfach so kalt, das man nach außen hin noch cool blieb.
"Ich bin mir nicht sicher, du solltest zusehen das du bei klarem Verstand bleibst. Ich bleibe auch bei dir, auch wenn ich jetzt einfach gehen könnte.", gab er zu verstehen und schlug vor "Erst einmal den bald anbrechenden Tag versuchen zu überleben, während ich die Dorfbewohner abwimmel. Das wäre jetzt das naheliegenste, oder?" Kein äußerst gloreicher Plan, aber das beste was ihm zur Situation einfiel.
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Re: Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Beitragvon Kureno Ikashi » Mo, 07.12.15 * 22:33

Wie vor den Kopf gestoßen sah Kureno den Dämon einen Moment lang an. Was hieß hier, auch wenn er einfach gehen könnte? Sie hatten doch einen Pakt! Und überhaupt, Yashiro konnte ihn doch nicht einfach alleine lassen, jetzt wo er ein Vampir war! Das wäre in erster Linie nämlich gar nicht erst passiert, wenn Yashiro diesen Pakt auch nur ein bisschen ernst nehmen würde, zum zweiten Mal schon hatte er ihn jetzt nicht beschützt sondern war erst im allerletzten Moment gekommen - und diesmal war es genau genommen ja auch schon völlig zu spät gewesen. Er war kein Mensch mehr, verdammt! Die wütenden Gedanken ratterten recht heftig durch den Kopf des Rothaarigen, doch abrupt wurden sie in eine völlig andere Richtung gelenkt, als Yashiro weitersprach, und erneut weiteten sich Kurenos Augen.
"Es wird bald Tag?" fragte er fassungslos, und richtete den Blick zur Seite und hinauf, zu einem der kleinen Scheunenfenster hoch über dem Boden. Noch war es dunkel, doch der Himmel hatte sich tatsächlich zu einem helleren Nachtblau verfärbt. Wenn es für eine Leiche, die Kureno defacto ja war, möglich wäre, wäre er noch blasser geworden.
"Ich muss hier weg!" entfuhr es ihm dann schlagartig, und ebenso schlagartig sprang er noch aus dem Sitzen heraus auf. Die Bewegung dabei war nahezu lautlos gewesen, und absolut fließend, aber jetzt gerade hatte Kureno wirklich keinen Gedanken für die neu gewonnene Geschmeidigkeit als Vampir übrig, denn von ihm hatte plötzlich eine absolut grundlegende Panik Besitz ergriffen, die er noch nie zuvor verspürt hatte. Eine Angst, so tief in seinem neuen Wesen verwurzelt, dass sie absolut nicht zu ignorieren war. "Hier kommen doch überall die Sonnenstrahlen durch!" rief Kureno panisch und deutete auf die hölzernen Wände der Scheune, durch deren Fugen und Ritzen bei Tagesanbruch überall goldschimmerndes Licht hindurchfallen würde. "Außerdem MÜSSEN die Leute in die Scheune, sonst können sie ihre Arbeit nicht machen, sie werden sich nicht abwimmeln lassen, und wenn sie mich dann finden, dann... dann..."
Mit einem Mal schnellte Kureno auf Yashiro zu und packte ihn mit beiden Händen am Kragen.
"Du musst mir helfen! Du MUSST!" flehte er schon fast und mit aller Eindringlichkeit, die ihm seine Panik erlaubte. Hier in der Scheune bleiben? Das wäre doch sein sicherer Tod, die Wände waren wie gesagt nicht lichtdicht, und sollte er hier drin entdeckt werden, dann wäre das sein Ende. Wer ließ schon einen Vampir am Leben? Aber weglaufen, jetzt noch? Wohin denn? Der Tag brach bald an, er hatte keine Ahnung, wo das nächste Dorf oder die nächste Stadt war, und selbst wenn, würden sie die wohl kaum noch rechtzeitig erreichen.
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Re: Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Beitragvon Yashiro Saito » Di, 08.12.15 * 0:36

Zugegeben, Yashiro war nicht sehr hilfreich bis jetzt als Beschützer. Das erste mal hatte er stur an einer Stelle gesessen/gestanden und dessen Befehl einfach befolgt und dieses mal ... tja, man rechnete nun mal nicht jeden Tag mit einem Vampirangriff.
Ein klein wenig streiften Kureno' kalte Finger Yashiro' Wangen, als dieser ihn in seinem Aufruhr am Kragen packte. Kaum merklich zuckte Yashiro kurz zusammen, aber wich nicht aus oder zurück. Ruhig saß er weiterhin da und ein tiefer Seufzer entwich ihm. Da er ohnehin noch keinen Plan für sich hatte, wie auch immerhin dachte er die Reise wäre 'länger', beschloss er dem hilflosen verwirrten Jungvampir zu helfen.
Ihm war es egal, er konnte ja gar nicht mehr umgewandelt werden, war er ja bereits selber tot auf Umwegen so zu sagen. Wenn Kureno Blut bräuchte, dann wusste er jetzt schon, das er dafür sicherlich auch einmal dafür her halten muss.
"Da hast du wohl nicht ganz Unrecht. Wir könnten zur Not einen Keller nutzen, eines der Häuser muss doch einen besitzen.", seine Stimme klang beruhigend sanft und Yashiro strahlte etwas an Selbstsicherheit aus. Vielleicht fiel das auch nur so leicht, weil ihm Kureno im Grunde immer noch egal war und jetzt schon erst Recht. Der Packt bestand ja nicht mehr.
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Re: Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Beitragvon Kureno Ikashi » Sa, 05.03.16 * 0:59

"Und was sollen wir den Leuten sagen?!" entgegnete Kureno aufgebracht, doch es war keiner Wut oder derlei geschuldet. Es war die blanke Panik, denn allein der Gedanke, dass die Sonne aufging, wenn er keinen lichtlosen Unterschlupf hatte, ließ es ihm übel werden. Das wäre sein sicherer Tod, und er rückte mit jeder Minute näher!
"Wir können nicht einfach in ein Haus gehen und den Zugang zum Keller fordern, die haben uns ja nichtmal unter Beobachtung in einem Haus essen lassen! Und ich sehe völlig anders aus, wie sollen wir das denn erklären?! Wenn die rausfinden, was ich jetzt bin, dann... dann werden sie..."
Ein panisches Zittern durchfuhr den Rothaarigen, der sich irrwitzigerweise dem Tod gerade näher sah, als selbst in der Höhle mit dem Dämonenvieh... und das, obwohl das die eindeutig lebensgefährlichere Situation war. Er sah bereits jetzt vor seinem Inneren Auge, wie sie mit brennenden Fackeln nach ihm schlugen, und ihn irgendwo einsperrten, nur um ihn dann den tödlichen Sonnenstrahlen auszusetzen, die ihn in ein Häufchen Asche verwandeln würden... aber halt. Da war noch Yashiro, und dieser musste ihn beschützen, sie hatten einen Pakt! Dass dieser mit dem letzten Schlag seines Herzens ausgelaufen war, ahnte Kureno nicht, obwohl Yashiro es bereits angedeutet hatte.
"Du musst mich beschützen, hörst du mich?! Mir egal, wie du das machst, aber du wirst nicht zulassen, dass sie mich töten!"
Bitte und Befehl zugleich - Kureno wusste gerade selbst nicht so genau, was davon jetzt zutreffender war. Eindringlich waren die blauen Augen auf Yashiro gerichtet, der von ihnen beiden gerade derjenige sein musste, der einen kühlen Kopf bewahrte, denn Kureno war dazu momentan absolut nicht in der Lage.
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Re: Liku - das Dorf am Rande des Waldes

Beitragvon Yashiro Saito » Mo, 29.08.16 * 19:54

Leicht legte Yashiro seinen Kopf zur Seite. Er dachte gründlich nach was für Möglichkeiten ihm zur Verfügung standen. Sein Blick schweifte anschließend während er dabei weiter nachdachte durch die Scheune.
Kureno hatte Recht, die Bewohner ließen sie ohnehin nicht außer Augen bis jetzt und um einen Keller bitten wäre zu auffällig. Ihm vielen einige Heuballen auf und im nächsten Moment kam ihm die Idee, man könnte diese ja stappeln und einige der Lichtdurchlässigen Stellen ab zu decken. Dumm nur, er kannte sich mit Vampiren nicht wirklich aus. Daher wusste er auch nicht ob es ausreichen würde, ihm nur Schatten zu bieten.
Besorgt drückte er seine Augenbrauen zusammen und sah Kureno kurz an, der weiterhin keine Hilfe für eine Lösung war. Sanft schob er Kureno zur Seite und stand auf. Er fing an die Heuballen nicht auffällig weit auseinander zu stappeln, aber weit genug um die Scheune ab zu dunkeln. Er könnte auch mit Schattenmagie nachhelfen, aber erst einmal versuchte er es so zu lösen.
Erschrocken fuhr er zur Tür herum, als es klopfte und man versuchte die Tür auf zu machen, die er vorher noch verriegelt hatte. "Hallo, guten Morgen! Macht auf, ich bringe euch Frühstück.", ertönte eine Frauenstimme. So ein Mist, er musste ja noch das Blut verdecken und Kureno's Kleidung ... naja, er sah aus als hätte er ihn angegriffen. Es half nichts, er ging zur Tür und machte sie nur einen Spalt auf "Vielen Dank.", und lächelte die Frau an. Sie versuchte hinein zu sehen und er versuchte sie ab zu wimmeln "Mein Freund schläft noch, könntet Ihr bitte darauf Rücksicht nehmen?", weiterhin sah er die Frau freundlich lächelnd an und ließ sich nichts anmerken wie verkappt die Situation eigentlich war.
"Oh, ist dein Freund ein Langschläfer?" "Ja, er ist eine totale Schlafmütze.", antwortete er gefolgt mit einem kichern. Die Frau kicherte auch leise und verabschiedete sich. Ein sehr tiefes Seufzen entkam Yashiro und sah zu Kureno rüber.
"Geh da rüber wo das Licht nicht mehr durch kommt, ich decke derweilen das Blut mit dem Heu ab."
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