im Waldteil der Aquarinen

Re: im Waldteil der Aquarinen

Beitragvon Yashiro Saito » So, 07.04.13 * 20:11

Leise kicherte Yashiro, es amüsierte ihn aus irgendeinem Grund. Wobei er gar nicht so war, wie ihn Kureno gerade darstellte. Ein anderer hätte irgendetwas zurück geschnautzt.
Langsam ging er in die Knie und fing an das hingeschmiessene Holz zu ertasten und auf zu heben, während er sanfter Stimmte sagte "Bitte entschuldige, aber du hättest ebenfalls etwas anderes sein können. Wenn ich mich nicht mit Licht vergewissert hätte, hätte ich womöglich die Waffe dir in die Brust gerammt. Verstehst du?", erklärte er und erhoffte sich dabei nicht das Kureno das begreifen würde, was er meinte.
Nichts weiter sagend hob er weiter brav wie es 'sein Befehl' war das Holz vom Waldhoben auf. Jetzt fühlte er sich so, als hätte er zwei Persönlichkeiten.
Die eine, machte sich über Kureno lustig. Die andere sorgte sich um ihn. Was sollte das?, wollte Yashiro sich schon selber laut fragen. Aber dann hätte er sich wohl Kureno erklären müssen, was die Frage soll. Darauf hatte er absolut keine Lust.
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Re: im Waldteil der Aquarinen

Beitragvon Kureno Ikashi » So, 07.04.13 * 20:37

"Trotzdem." schnauzte er zurück, Yashiro dabei immer noch wütend anblitzend. Na herrlich, jetzt war vor gerade mal einer halben Stunde mit dem Kerl diesen Pakt eingegangen, und er trieb ihn jetzt schon zur Weißglut... wenn das so weiterging, würde das noch heiter werden. Hinzu kam, dass Yashiro es ihm wirklich nicht gerade leichter machte - einerseits lachte er ihn unverhohlen aus, und dann redete er aber beruhigend auf ihn ein, und wollte sich erklären. Das passte nicht zusammen, es sei denn... mit einem Mal verengten sich Kurenos Augen zu schmalen Schlitzen. Natürlich. Der ach so tolle Dämonengeist war ja ein gutes Stück älter als er selbst, zusätzlich war Kureno auch noch jung - gerade mal 19 Jahre alt - natürlich nahm er ihn nicht für voll. Natürlich dachte Yashiro, ihn wie ein kleines Kind behandeln zu können, indem er über ihn und seine Argumente lachte, und danach wie ein gutmütiger Onkel versuchte, ihm die Welt zu erklären. Aber das könnte ihm so passen!
Deutlich hörbar atmete der Rothaarige scharf ein, doch er sagte nichts weiter dazu. Nein, er würde sich jetzt nicht weiter von Yashiro provozieren lassen, auch, wenn er gerade nicht übel Lust hatte, ihm einen von den Ästen über den Schädel zu ziehen. Aber nein, man ist schließlich erwachsen...
Ohne noch ein Wort zu sagen, wartete er darauf, dass Yashiro mit dem aufgesammelten Holz von hier verschwand. Das mit dem Wolf würde er alleine machen.
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Re: im Waldteil der Aquarinen

Beitragvon Yashiro Saito » So, 07.04.13 * 20:58

"So, was möchtest du wegen dem Wolf machen?", erhob sich Yashiro wieder. Mit dem gesammelten Holz.
Eigentlich hatte er sich auf eine längere Antwort eingestellt. Aber so war es ihm genauso Recht. Sich mit einem Jungspund zu streiten ist nicht seine Art.
'Warum konnte mich nicht jemand mitnehmen, der nicht so Jähzornig ist . . .', dachte Yashiro und seufzte laut und deutlich. Es hörte sich sogar so an, als wäre er genervt.
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Re: im Waldteil der Aquarinen

Beitragvon Kureno Ikashi » So, 07.04.13 * 21:39

"Nimm einfach das verdammte Holz und geh zurück zur Höhle, das mit dem Wolf regele ich allein."
Die Antwort des Rothaarigen war genauso giftig, wie man es sich von ihm erwarten konnte, und wie hätte er auch anders reagieren sollen? Wo Yashiro doch so offensichtlich genervt von alldem hier war. Tja, Pech für ihn, dann hätte er ihm die Sache mit dem Pakt halt nicht vorschlagen sollen. Aber das hatte Kureno wirklich nicht nötig, sich dann auch noch bei jeder Kleinigkeit von ihm helfen zu lassen. Nichts da!
"Jetzt." fügte er dementsprechend gereizt und bestimmt noch an. Echt, gleich würde ihm der Geduldsfaden reißen, wenn das nicht ohnehin schon der Fall war.
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Re: im Waldteil der Aquarinen

Beitragvon Yashiro Saito » So, 07.04.13 * 22:08

"Sehr wohl.", antwortete Yashiro. Ohne irgendein Anzeichen von Genervtheit, sich des lustig machens, nichts. Man hörte nur die tiefe Stimme und die Worte die sie verfasste.
Dann ging er dicht an Kureno vorbei, zwar weiterhin mit der Sorge, ob nicht doch noch ein anderes Tier auftaucht und ihm gefährlich werden könnte, aber Befehl war Befehl.
Yashiro wusste, so langsam sollte er lernen sich an die Befehle zu halten, wenn er sie auch für unsinnig hielt.

Während Yashiro bereits in der Höhle verschwunden war, beobachtete ein nachtaktiver Dämon die zwei. Vom Blut des Wolfes angezogen. Darauf wartend, das sich Yashiro von seiner in die Augen gefasster Beute eventuell doch noch entfernt. Dessen Augen sahen bei Nacht perfekt, als wäre es gerade Tag.
Menschenfleisch, das war es was dem Dämon am meisten schmeckte. Zur Not frass er auch Wölfe. Aber da war ein Mensch und noch dazu jetzt hilflos.
Geschmeidig und beinahe Geräuschlos schlich er sich immer näher an Kureno heran. Das einzige das ihn verriet, war sein ekelerregender Geruch. Es roch nach verfaulter Erde. Von dessen Haut, die sich schleimig anfühlte, wenn man sie anfasste oder auch umgekehrt, wenn dessen Hände mit den Stumpfen Klauen jemanden berührten.
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Re: im Waldteil der Aquarinen

Beitragvon Kureno Ikashi » So, 07.04.13 * 22:58

Kureno erwiderte nichts mehr. Still blieb er an Ort und Stelle stehen, bis Yashiros Schritte allmählich wieder leiser wurden und schließlich gänzlich verklangen, erst dann ging wieder eine Regung durch den Rothaarigen. Seine Augen hatten sich mittlerweile wieder an die Dunkelheit gewöhnt, es reichte aus, um den Wolf auf dem Boden schemenhaft erkennen zu können.
Langsam ging Kureno näher, nichts regte sich dabei in seinem Gesicht. Vor dem leblosen Tier sank er auf die Knie, dass auf seiner Kleidung dabei höchstwahrscheinlich Blutflecken zurückblieben, störte und kümmerte ihn nicht. Er würde sowieso nicht sauber bleiben, wenn er später damit anfing, das Fell abzuziehen und das Fleisch zu zerteilen. Aber... darum ging es gerade auch nicht.
Beide Hände streckte Kureno nach dem Schädel des Wolfes aus und legte sie seitlich an das kühle Fell. Dann beugte er sich langsam vor, bis seine Stirn die des Wolfes berührte, und schloss die Augen.
"Naio. Svieth. Undal."
Es klang leise, und beinahe andächtig. Vielleicht hätte Yashiro es seltsam gefunden, den gleichen Hitzkopf, der zuvor noch rumgebrüllt hatte, nun so sanfte Worte sprechen zu hören... aber das ging den Dämon nichts an. Das ging niemanden etwas an, denn es war ein Ritual seines Volkes. Ein Tier musste sterben, um ihm das Weiterleben zu ermöglichen - es war seine Pflicht und seine Schuld, den Geist des Tieres um Vergebung zu bitten, damit es nicht in Zorn und Bitterkeit von dieser Welt schied. Ein Moment, der allein dem Jäger und dem Opfer gehörte.
Gerade als Kureno die Augen öffnete, und den Kopf wieder zurücknahm, drang ihm ein stechender Geruch in die Nase, sodass er selbige rümpfte und sich irritiert umsah. Wo kam denn das auf einmal her? Vorher hat es hier aber noch nicht so gestunken... oder war es ihm nur nicht aufgefallen?
Kureno sah das nicht als Zeichen der Gefahr, denn woher hätte er wissen sollen, dass es so widerwärtig stinkende Dämonen gab, die man genau daran erkannte? Zudem ihm auch der Waldgeruch noch immer nicht wirklich vertraut war, vielleicht war es ja normal, dass es an manchen Stellen im Wald so stank. Vielleicht war das irgendeine spezielle Blüte, oder eine abgestorbene Pflanze, die man beim Verrotten dann eben deutlich riechen konnte.
Der Rothaarige zuckte also nur mit den Schultern. Zeit, den Wolf zur Höhle zu bringen, denn es würde auch noch lange genug dauern, bis er das Fell ordentlich abgezogen hatte, und dann endlich mal etwas zwischen die Zähne bekam. Nicht, dass er so versessen darauf wäre, Wolfsfleisch zu essen, aber da er seit Tagen hungerte, würde er es auch sicher nicht verschmähen. Sich kurz mit den Händen am Boden abstützend, stand Kureno wieder auf und griff nach den Vorderpfoten des Wolfes, um ihn mit sich zu ziehen. Trotz allem... tat es ihm leid, dass es ausgerechnet ein Wolf war, der sterben musste. Innerlich schüttelte er auf diesen Gedanken hin den Kopf. Er hatte keine Zeit für Sentimentalitäten, die würden ihm wohl kaum beim Überleben helfen.
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Re: im Waldteil der Aquarinen

Beitragvon Yashiro Saito » So, 07.04.13 * 23:12

Als das ins Ziel genommene vermeindliche Opfer abhauen wollte preschte der Dämon vor und schlug gegen Kurenos Beine, um ihn zu Fall zu bringen.
Danach schlug er ihn ohnmächtig und schleppte ihn in seine Höhle, dort zog der Dämon Kurenos Kleidung schön und anständig aus. Ein eigenes Ritual, für außenstehende unbegreifbar. Die Kleidung von Kureno brauchte das Vieh ja ohnehin nicht mehr. Oder?
Dann band er beide Hände an einen Pfahl, den er dann hochob und in eine Halterung einhängte. Kureno könnte so nur noch höchstens mit den Zehenspitzen den Boden berühren.

Dann ging der Dämon zu seinem Schlachttisch, wo allerlei 'Werkzeug' lag. Den Dolch von Kureno beachtete er nicht, der war ihm schlichtweg zu klein. Viel eher bevorzugte er seinen Säbel, dem er einen Piraten an Land abgenommen hatte. Skeptisch den Säbel begutachtet, war jener nicht mehr scharf genug. Obwohl die Klinge noch weit genug in takt war, ging er zu seinem Schleifstein, den er von einem Schmied geklaut hatte. Nachdem der Schmied sein Leben ließ. Und so fing er an sein Werkzeug zu schleifen, das eine gute Ewigkeit dauerte.
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Re: im Waldteil der Aquarinen

Beitragvon Kureno Ikashi » So, 07.04.13 * 23:50

Der Schlag kam schnell und aus dem Hinterhalt - Kureno kam nichtmal dazu, auch nur ansatzweise irgendetwas zu seiner Verteidigung zu unternehmen, kaum, dass ihm die Füße weggeschlagen wurden, bekam er auch schon einen so starken Hieb gegen den Kopf verpasst, dass er noch augenblicklich das Bewusstsein verlor. Nicht einmal ein Schrei war ihm entwichen.

Als der Rothaarige langsam wieder das Bewusstsein erlangte, tat er dies vor allem aufgrund von zwei Dingen: 1. tat ihm in seinen Armen jeder einzelne Knochen weh, denn schmerzlos ging das nicht an einem vorbei, wenn man mit seinem gesamten Körpergewicht schlapp an den Händen von einem Pfahl oder ähnlichem herabhing, und 2. drang ein lautes, typisches Schleifgeräusch an Kurenos Ohren, das quälend dissonant von den Höhlenwänden zurückgeworfen wurde. Benommen stöhnte Kureno auf und hob langsam den Kopf an, ein feines Blutrinnsal rann über seine Stirn und lief ihm über das linke Auge, sodass sich nur das rechte allmählich flatternd öffnete.
Zunächst verstand er das Bild nicht, das sich ihm bot. Eine Höhle. Das war falsch, denn er war doch im Wald und erst auf dem Rückweg zur Höhle. Und da war zwar ein Altar gewesen, aber nicht SO einer... das stimmte einfach nicht. Erst der Schmerz, der pochend durch seine Arme lief, ließ seine Gedanken wieder klarer werden - bis schlagartig der Groschen gefallen war. Blanke Panik blitzte grell vor seinem inneren Auge auf, und augenblicklich noch schoss soviel Adrenalin durch seine Adern, dass jegliche Benommenheit und Müdigkeit wie weggeblasen war. Dröhnend pochte sein Herzschlag in seinen Ohren, und verzweifelt begann er hin und her zu zappeln. Es war nicht so, als ob er den Schmerz in seinen Armen dabei nicht spüren würde, aber er hatte ganz einfach andere Probleme, als dem nun große Aufmerksamkeit zu schenken. Energisch ruckte er an den Fesseln, zumindest so gut das einem möglich war, wenn man fast vollständig in der Luft baumelte. Nur seine gestreckten Zehenspitzen streiften ein wenig über den Höhlenboden, viel zu wenig, um dadurch etwas Halt zu finden.
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Re: im Waldteil der Aquarinen

Beitragvon Yashiro Saito » So, 07.04.13 * 23:58

Endlich war der Dämon fertig mit seinem Schleifen der Waffe und es wurde in der Höhle wieder etwas leiser. Der Hocker unter ihm gab ein ächzendes Geräusch von sich.
Kichern kam der Dämon mit dem jetzt äußerst scharfen Säbel auf Kureno zu und meinte frech "Hallo. Ein Glück, das du den gefährlichen Dämon weggeschickt hast, Kch-kch-kch~", und nahm ein Stück Kohle das da vor Kureno am Boden lag.
"Hmm . . . wo schlitze ich dich wohl als erstes auf?", fragte sich der Dämon laut und fing an mit der Kohle einen Strich in der Mitte dessen Brust bis zu seinem Schritt nach unten zu ziehen.
"Mhm. Da zuerst und danaaaaaaach~", überlegend legte er seine hässliche Fratze zur Seite, "Hier!"
Einen Strich gerade herab an Kureno' Oberarm. Was wohl heißt, das er ihm den Arm abschlagen wird.
"Neee~", fuchtelte er mit einer verneinende Geste mit seiner Klauenhand verneinend in der Luft. Und wehte dadurch um so deutlicher seinen Geruch in Kureno' Richtung.
"Als zweites eher hier!", er machte nun einen Strich am Oberschenkel eines Beines, "Hihihi, ja das ist perfekt."
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Re: im Waldteil der Aquarinen

Beitragvon Kureno Ikashi » Mo, 08.04.13 * 0:56

Ja, das war jetzt genau das, was er gebrauchen konnte: Der Dämon, der ihn ganz offensichtlich fressen wollte, und wie bei einem Stück Vieh, das am Fleischerhaken hing, in Ruhe plante, wo er welchen Schnitt ansetzte, und die besagten Stellen dann gleich markierte. Perfekt. Einfach perfekt. Es war ja nicht so, dass Kureno bereits genug Panik verspürte, da ging ruhig noch ein bisschen was.
Zuerst war er vor Angst zu gelähmt, um sich auch nur irgendwie zu rühren - die Gestankswolke, die ihm entgegenschlug, trug dazu ihr Übriges bei - dann aber, als der Dämon ihm übers Bein zeichnete, kam die Reaktion, bevor Kureno selbst sie auch nur als Gedanken fassen konnte. Mit einem Ruck riss er das eben angezeichnete Bein hoch und trat dem Dämon mit aller Kraft, die er aufbringen konnte, zwischen die Beine. Eigentlich würde ihn als Mann hierbei durchaus so etwas wie Mitleid ergreifen, denn das war ungefähr so angenehm wie ein Kaktus im Bett (wobei der sogar weniger schmerzhaft wäre...) aber in dieser Situation war dafür absolut kein Platz.
"FASS MICH NICHT AN, DU DRECKSVIEH!!" brüllte er aus Leibeskräften, und wieder ruckte er so energisch und wild wie möglich an seinen Fesseln, verzweifelt darauf hoffend, dass sie sich irgendwie lockern würden.
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