Hungrige Pfade

Hungrige Pfade

Beitragvon Marushka Asketias » Mi, 29.10.14 * 1:23

cf.: Städte und Dörfer; Rabanastre; die Straßen von Rabanastre;

Niemand vermochte zu sagen, weshalb dieses Labyrinth existierte. Viele Mythen und Legenden ranken sich um das rätselhafte Gebirge, angrenzend an den Klippen zum Meer hinaus. Es war über Meilen lang und genauso tief hinein. Wie weit es sich erstreckt und bis wann diese merkwürdigen Kräfte das dieses Gestein besaß reichte, konnte nie richtig festgestellt werden.
Es heißt, wer einmal dort hinein geht, kommt nicht wieder lebend heraus. Tatsächlich hat man niemanden mehr gesehen, der einmal reinging. Deshalb war dieses Labyrinth ein sehr beliebtes Abschiebungsgebiet von Verbrechern, denen man einen grauenhaften Tod wünschte. Oder besser gesagt, viel Leid bis zum eintreten des Todes.

Dort wo niemand jemals lebend herauskam, besaß Marushka direkt in der Mitte des Labyrinths, eine Art Villa im Schloss-Stil. Kurzum, mächtig riesig und Innenausstattung wie in einem Schloss. Ein einziger Diener wuselt in dem Gebäude herum und hält alles sauber.
Ebenso groß der Hof, mit Garten. Außen herum verlief eine hohe Mauer, an dessen Ende das Gestein schöne verzierungen hineingeschnitzt hatte. Außerhalb der Mauer, war ein Abgrund, so tief das man den Boden nicht ausmachen konnte. Eine Brücke führte zum Tor hinaus, in das Labyrinth zurück.

Direkt in der Empfangshalle angekommen, ließ Marushka den Drachen wieder los. Der es ja ganz und gar nicht mochte Berührung auf zu nehmen und auch nur bei dem Gedanken daran was ihm blühte, musste Marushka sich stark hüten nicht hämisch zu grinsen. Sonst würde dieser noch Verdacht schöpfen, das man bei einem Drachen vielleicht vermeiden sollte.
"Nun denn, hier wären wir. Darf man dem Herren etwas anbieten, während ich in meine Schmiede gehe?"
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Re: Hungrige Pfade

Beitragvon Luthren » Mi, 29.10.14 * 1:41

cf.: Städte und Dörfer; Rabanastre; die Straßen von Rabanastre;


Sowie die Teleportation abgeschlossen war, ließ Luthren auch schon den Arm des Anderen los - es lag weniger daran, dass er keine Berührungen mochte, als daran, dass ein Mensch, und dann auch noch ein bürgerlicher, einfach mehr eine Beschmutzung seiner Selbst darstellte. Selbst in Gedanken ziemlich harte Worte, aber Luthrens Meinung nach waren sie die bloße Wahrheit. Er war schließlich ein Drachenprinz, und somit eines der edelsten Geschöpfe überhaupt. Natürlich waren alle anderen also minderwertig, vor allem wenn es sich nicht um Drachen handelte.
Flüchtig wurde das Innere des Gebäudes gemustert - nun, mit so etwas hatte er in der Tat nicht gerechnet. Ein klassisches Schloss, so wie das aussah... recht ungewöhnlich für einen Schmied. Im Prinzip geschmackvoll, nur ein bisschen klein und un- Für den Bruchteil einer Sekunde stutzte der Drache und weitete die Augen. Hier... stimmte etwas nicht. Er konnte nicht den Finger darauf legen, noch nicht, aber er hatte ein absolut untrügliches Gefühl, dass ihr etwas ganz und gar nicht in Ordnung war. In diesem Moment kam Luthren das erste Mal der Gedanke, dass es vielleicht eine schlechte Idee war, hierher zu kommen, aber mit einem innerlichen Kopfschütteln vertrieb er ihn wieder. So ein Unsinn... was sollte denn schon sein? Er war schließlich ein Drache, er konnte sich wehren. Und abgesehen davon ließ sich Marushka nichts anmerken, und der würde es ja auch spüren, wenn etwas ungewöhnlich war.
"Nichts, danke." erwiderte der Rothaarige (nach seinem eigenen Ermessen) gnädig und ließ den Blick etwas genauer über die Innenausstattung schweifen. Das beunruhigende Gefühl verschwand allerdings nicht.
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Re: Hungrige Pfade

Beitragvon Marushka Asketias » Mi, 29.10.14 * 2:21

Innerlich nachdenklich beobachtete Marushka ihn unbemerkt. Er war sich sicher, das zumindest ein Teil in ihm bereits ahnte, das irgendetwas seltsam ist und das lag ja sogar noch nicht an Marushka. Erst wenn er das Halsband anlegte, dann würde es erst interessant werden.
Wie sagt man so schön: Hochmut kommt vor dem Fall.

"Ich gehe mich dann an die Arbeit machen, du darfst dich durch das gesamte Gemäuer bewegen, wie dir beliebt.", das konnte er immerhin machen, weil er ihn hier in seinem Teritorium schnell wieder ausfindig machen wird. Auch wenn die beachtliche Größe der Villa, den Drachen nicht beeindruckt, es war hier sehr geräumig.
Leichtfüßig bewegte er sich zu einer der vielen Tür und verschwand hinter dieser. Sie führte eine Treppe hinab, zu seiner Schmiede. Der Raum lag am Rande der Kluft die um das Gelände führte und somit konnte der Rauch durch die offene Wand entweichen.

Nach kürzester Zeit schuf Marushka etwas, das der Drache nicht ablehnen konnte. Es war ein Meisterwerk geworden. Fein gewebter Stoff, mit der Magie des Halsbandes versehen. Der Stoff vermag verführerisch zu glänzen, denn er sah golden aus. Am unteren Rand waren feinste Klieder eingewoben, dessen ganzes sich zu einem schmucken Collier bildete.
Das Werk begutachtend war er sich nicht ganz sicher, ob man den Geschmack des feinen Herren getroffen hatte, deshalb machte er zur Sicherheit noch ein paar Stücke. Bis dann ein ganzer Tisch sämtlicher Ausführungen von Mustern und bei dem mehr, bei dem anderen weniger dran hergestellt war.
Das ganze nur noch in einem Raum voller anderer Ausstellungsstücke auf einem separatem Tisch aufgelegt, suchte er den Drachen auf. Natürlich könnte der Herr auch von den anderen Stücken etwas aussuchen, das war egal. Denn 'alles' in diesem Raum waren Halsbänder.
Das ganze dauerte gut eine Stunde, wohl war er nur so schnell weil er stets einige vorgefertigte Rohteile sich bereit stellte.
"So, der Herr möge mir folgen?", sprach er Luthren von hinten an ohne sich bemerkbar genähert zu haben.
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Re: Hungrige Pfade

Beitragvon Luthren » Mi, 29.10.14 * 2:33

Knapp nickte Luthren zur Kenntnis nehmend. Natürlich würde er sich nach Belieben hier bewegen, er war schließlich potenzieller Kunde, und der Kunde war doch bekanntlich König. Außerdem würde er sich ein schönes Schmuckstück auch einiges kosten lassen, da waren ein paar Annehmlichkeiten wie freies Bewegungsrecht ja wohl nicht zu viel verlangt. Wobei Luthren nicht unbedingt glaubte, dass es hier etwas Sehenswertes gab, mit Ausnahme des Ausstellungsraumes vielleicht. Insofern es so einen denn überhaupt gab. Suchend und planlos würde er allerdings auch nicht durch das Schloss stromern, sodass er schlichtweg zu einem Canapé ging, und sich auf diesem niederließ um zu warten.
Nach Erkundungstour war ihm ohnehin nicht zumute, denn dieses Gefühl, dass hier etwas nicht stimmte, wollte und wollte einfach nicht nachlassen. Im Gegenteil, je länger er da saß und wartete, desto stärker wurde es. Es ging sogar so weit, dass der Rothaarige einen spekulierenden Blick zu der großen Eingangstüre warf - er könnte ja auch einfach gehen... dann hätte Marushka zwar umsonst in der Schmiede gestanden, aber der würde das schon verkraften. Und so ein Schmuckstück war nie umsonst gefertigt, denn wenn nicht er, würde sich schon ein anderer Käufer finden lassen. Der Gedanke begann Luthren immer vernünftiger zu erscheinen, letztlich aber wurde er nicht in die Tat umgesetzt. Er bildete sich das sicher nur ein... vielleicht eine Nebenwirkung der Teleportation? Als Drache war er es gewohnt zu fliegen, und sich nicht solcher Mittel zu bedienen. Ja, das musste es sein.
Ein leichtes Zucken ging durch den Rothaarigen, als er auf einmal von hinten angesprochen wurde - er hatte den Anderen gar nicht kommen hören. Und im nächsten Moment wurde das ungute Gefühl auch schon vom Ärger verdrängt. Was bildete sich der Kerl überhaupt ein, sich einfach an ihn heranzuschleichen? Wortlos erhob sich Luthren, den Blick missmutig auf Marushka richtend, und mit einem unwirschen Nicken einwilligend. Er wollte einfach nur noch das Schmuckstück und dann so schnell wie möglich diesen Ort verlassen. Schweigend und mit hoheitsvollen Schritten folgte er Marushka.
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Re: Hungrige Pfade

Beitragvon Marushka Asketias » Mi, 29.10.14 * 2:58

Fast schon wollte Marushka los lachen, als sich Luthren leicht erschreckte. Aber er unterdrückte es und lächelte freundlich, was für ihn nicht selbstverständlich war "Bitte, hier entlang."
Marushka war beinahe so zumute an zu fangen vergnüglich zu summen, aber was würde das für ein Bild auf ihn werfen?
Er konnte es kaum erwarten, bis der Drache in seinem 'Besitz' war. Während er sich bereits ausmahlte was er so mit ihm anstellen würde, waren es dann auch schon nur noch ein paar Schritte und sie waren am Ausstellungsraum angekommen.
"Also dann, ich hoffe doch sehr, das etwas Ihrem Geschmack entspricht?", Luthren die Tür aufgehalten lädt die freie Hand ihn zum Eintreten ein.
Der Raum war in einer ensprechenden Größe und nur so vollgeräumt an Schmuckstücken. Wohin man auch sah, jedes Werk hatte seinen eigenen Reiz.
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Re: Hungrige Pfade

Beitragvon Luthren » Mi, 07.01.15 * 2:34

Ohne etwas zu erwidern, ging Luthren an Marushka vorbei und betrat den Ausstellungsraum. Alles an ihm sagte nur zu deutlich, dass er es mit völliger Selbstverständlichkeit betrachtete, einen Raum zu betreten, ohne dabei denjenigen, der ihm die Tür aufhielt, auch nur eines Blickes zu würdigen - er war schließlich ein Drachenprinz, es war also kaum nötig, jemanden zu beachten, wenn er gerade Aufgaben eines Dienstboten erledigte. Selbst, wenn es sich nur um das Aufhalten einer Türe handelte.
Die goldenen Augen weiteten sich im nächsten Moment aber bereits in Verzückung - auf dem Tisch lag eine Auswahl an Colliers, die jedes Drachenherz höher schlagen ließen. Ein Schmuckstück schöner und glänzender als das Andere, und völlig in deren Bann gezogen, trat Luthren an den Tisch heran, wo er die Fingerspitzen langsam über die gefertigten Colliers streichen ließ. Das warnende Gefühl, das dabei durch seine Finger rieselte, wurde von der Gier nach Gold nahezu vollständig verdrängt - der Rothaarige verschwendete keinen Gedanken mehr daran, ob die Situation hier gefährlich sein könnte, und dass er sich völlig alleine in einer fremden Villa bei einem Mann befand, der unleugbar nicht gerade vertrauenserweckend war. Das alles war egal, seine Gedanken kreisten nur noch um die Schmuckstücke, und darum, dass er sie haben wollte. Jedes einzelne.
"Die Arbeit kann sich sehen lassen." lautete das etwas herablassend klingende Resumée des Drachens, ganz so, als würde er das Werk des Anderen gerade so als in Ordnung betrachten. Der Blick, den der Rothaarige zu Marushka zurück über die Schulter warf, verriet nichts von der Gier, die eben noch darin gelegen hatte, nur seine Hände straften die zur Schau gestellte Gelassenheit Lügen - die langen Finger strichen beinahe zärtlich über den Rand eines Colliers.
"Ich möchte sie anprobieren."
Es lag ein deutlicher Punkt hinter dem Gesagten - das war keine Bitte, sondern ein Befehl. Bevor er die Schmuckstücke tatsächlich kaufte, wollte er sich an deren Anblick an seinem Hals laben.
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Re: Hungrige Pfade

Beitragvon Marushka Asketias » Mi, 07.01.15 * 6:10

Maruschka' Augen übersahen nichts in diesem Moment, auch wenn der Drache sich nichts anmerken ließ, so wusste er ganz genau wie heiß Luthren auf seine Schmuckstücke war.
Am liebsten würde er ein lautes "Yes!" als Siegeshymne durch den Raum rufen, aber das könnte seinen 'Kunden' misstrauisch machen. Also lieber zurück halten und sich ins Fäustchen freuen.
"Vielen Dank für das Lob.", süßraspelte Maruschka ihm zu. In einer ganz eigene Art und Weise, war jedes einzelne Stück einzigartig und dafür brauchte Maruschka keine Bestätigung. Er wusste es.
Dessen Arroganz wird ihm schon bald vergehen, wenn er merkt, wie blind doch Gier machen kann, "Nur zu, all' meine Stück dürft Ihr ruhig anprobieren. Dort drüben ...", Maruschka deutete mit ausgestreckter Handfläche dorthin, "... ist ein Spiegel. Damit ihr Euch betrachten könnt."
Gleich war es soweit, gleich. Nur noch ein wenig Geduld!
So ungeduldig war er schon lange nicht mehr. Ein Drache in einer betörend gutaussehenden menschlichen Form und vor allem, ein wichtiger Punkt für Maruschka, männlichem Geschlechts.
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Re: Hungrige Pfade

Beitragvon Luthren » Mi, 07.01.15 * 21:53

Ein bezeichnender Blick traf Maruschka - jener hatte ganz offensichtlich nicht verstanden, dass 'Ich möchte sie anprobieren' das gleiche bedeutete wie 'Lege sie mir an, ich bin zu gut um einen unnötigen Finger zu rühren'. Ts. Aber naja, was hatte er denn auch erwartet? Fußvolk musste man selbst bei den einfachsten Dingen praktisch an der Hand führen... es war schon tragisch. Aber bitte, würde er das eben selbst erledigen - am Ende würde es Maruschka ohnehin nur zustande bringen, dass sich das Collier in seinen Haaren verfing, oder Derartiges.
Eines der Colliers von dem Tisch nehmend - golden, mit einem prunkvollen Rubin, der an zahlreichen, feinen Gliedern befestigt war, und trotz massiver Größe erstaunlich filigran wirkte - begab sich Luthren wie angewiesen zu besagtem Spiegel, vor dem er im Abstand von wenigen Schritten stehen blieb, um sein gesamtes Spiegelbild im Blick zu haben. Sein nobles Aussehen war auch so schon nicht mehr zu überbieten, aber wie sehr würde sich das noch steigern, wenn er erst so herrliches Geschmeide trug? Es würde sich gleich zeigen. Noch immer schenkte Luthren der warnenden Stimme in seinem Kopf kein Gehör, zu geblendet war er von der Schönheit der goldglänzenden Colliers, um zu erkennen, was genau er da eigentlich in Händen hielt. So nahm das Schicksal seinen Lauf - mit bedächtigen Bewegung hob der Drache das Collier zu seinem Hals, legte es um und verschloss es in seinem Nacken. Nicht einmal ein Klacken war dabei zu hören, und doch riss Luthren wie auf ein Signal hin die Augen weit auf. Doch es war zu spät.
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Re: Hungrige Pfade

Beitragvon Marushka Asketias » Sa, 28.11.15 * 19:25

Na endlich! Endlich hatte der Drache sein goldenes Halsband. Und besser noch, er hatte es selbst angelegt, einfach traumhaft.
Bevor der Drache den Schockmoment überwunden hat trat Marushka langsam und beinahe mit lautlosen Schritten nahe hinter Luthren heran, eine bedrückende Stille füllte den Raum, bis kurz ein leises selbstgefälliges Kichern ertönte.
Marushka Lippen formten sich zu einem breiten und hinterlistigen Lächeln, man hörte wie sich der Stoff seiner Kleidung bewegte als seine linke Hand an Luthren' Hüfte über dessen Kleidung strich. Bald schon hatte ihn seine Hand fest umschlungen. Die rechte Hand fuhr Luthren an der Schulter herum, über das Schlüsselbein, hoch zu seine linken Wange, dort machten die Finger von Marushka' Hand leicht kehrt und fuhren ihm über die Unterlippe.
"Du hattest nicht gefragt, welchen Preis das Schmuckstück hat ...", flüsterte er ihm ins Ohr und lachte leise ein weiteres mal hämisch.
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Re: Hungrige Pfade

Beitragvon Luthren » Sa, 28.11.15 * 21:02

Es kam regelrecht einem körperlichen Druck gleich, so deutlich spürte Luthren, wie etwas von ihm unterdrückt und weggeschlossen wurde - ein so beklemmendes und unbekanntes Gefühl, dass es den Drachen für einen ganzen Moment länger hätte stutzen lassen, wäre Marushka in der Zwischenzeit nicht an ihn herangetreten, und Luthren dadurch gezwungen, seine Aufmerksamkeit auf Anderes zu legen. Es war mehr als eindeutig, welcher Preis dem Anderen vorschwebte, zumindest war die Andeutung nicht misszuverstehen, und im ersten Moment war Luthren auch gar nicht fähig, sich gegen die ungewollte Berührung zu wehren, oder etwas zu erwidern. Zu tief saß noch der Schock der Erkenntnis... nämlich, dass er dem Anderen in die Falle gegangen war. Aber das würde nicht so bleiben!
Mit einem heftigen Ruck befreite sich der Rothaarige aus Marushkas Griff, wirbelte noch auf den Fersen herum und brachte schleunigst mehr Distanz zwischen sich und dem Anderen, ohne ihn dabei aus den goldenen Augen zu lassen. "Niederträchtiger Wurm! Wie könnt Ihr es wagen?!" fuhr er ihn aufgebracht an, während eine Hand hektisch zu seinem Nacken schoss, um nach dem Verschluss des Colliers zu suchen. Doch egal wie sorgfältig seine Fingerspitzen über das kostbare Schmuckstück tasteten, er konnte ihn nicht finden... Wie zuvor rieselte auch jetzt diese Ahnung von Gefahr durch seine Finger, und nun fragte sich Luthren, wie er das zuvor nur hatte einfach übergehen können. Ein zorniger Laut entfuhr dem Rothaarigen, als er schließlich voller Ungeduld das Collier fest mit einer Hand packte, und kräftig daran zerrte, um es sich einfach abzureißen - er war schließlich ein Drache, er war viel stärker, als er aussah! Doch irgendwie... schien das gerade nicht der Fall zu sein, denn das Einzige, das Luthren erreichte, war, dass die Kette des Colliers schmerzlich in seinen Hals schnitt. Verflucht noch eins!
"Wenn Euch Euer Leben lieb ist, dann nehmt mir sofort dieses Ding ab!" forderte der Rothaarige, und bei diesen Worten handelte es sich unmissveständlich um seinen bitteren Ernst. Wohl überlegt waren sie allerdings nicht, denn eigentlich hatte Luthren nicht vor, den Anderen noch einmal so nahe an sich heranzulassen, wie eben.
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