Ortsmitte

Das kleine Dorf Kanesis liegt etwas abseits der Landstraße.
Hier treiben sich viele Trickbetrüger herum, ebenso wie Gaukler und Diebe. Hier bekommt man viele Dinge, wo man sonst unangenehme Fragen beantworten müsste, natürlich nur wenn man es sich leisten kann!

Ortsmitte

Beitragvon Arianthes Zevanor » So, 06.12.15 * 23:55

Kanesis war nur unter zwielichtigen Personen sehr berühmt, für alle andere war sie einfach nur ein kurzer Stop auf der Durchreise. Es gab hier nur das nötigste. Und doch vieles mehr, wenn man dunklen Machenschaften nachgehen wollte. Die Häuser waren zwar aus Stein, aber dafür die Straße nur an manchen Stellen gepflastert und der Zustand kam auf das Wetter drauf an. War es sonnig, dann war sie staubig. Regnete es, bildeten sich leicht Pfützen und es war matschig.
Die Ortsmitte war auch nicht sonderlich beeidruckend. Die wichtigsten Läden waren vorhanden und zwei sehr günstige Hotels, die nur sperrlich eingerichtet waren. Gut genug für eine Nacht, mehr auch nicht.

Arianthes war ebenfalls nur auf der Durchreise und war auf dem Weg zur Ortsmitte, da es bereits spät war konnte er wohl erst morgen weiter reisen. Sein sehr gut gepfegtes Pferd führte er hinter sich nach. Die Gauner wurden bereits aufmerksam auf ihn, da er mit seiner äußerst feinen Kleidung und einem teuer aussehenden Pferd hier sehr auffiel. Als hätte er schreiend pinke Haare.
Aufrechter Haltung ging Arinathes die kleine Straße entlang, die Zügel des Pferdes in der rechten Hand, seine linke ließ er locker neben sich baumeln. Aufmerksam musterte er die Leute, an denen er vorbei ging. Einigen konnte man die zwielichtigen Gedanken an ihren Gesichtern ablesen. An einer Ecke fiel ihm ein junger Mann auf, offensichtlich ein Mimikry. Dieser Tage bereits seltene Wesen, seltener als es Blutmagie gibt. Es machte ihn neugierig und es sah so aus als würde er sich anbieten, genau sein Etablissement in dem er so unterwegs war. Nur war das was er machte ein wenig ... gehobener.
Seine eisblauen Augen hielten ihn fest im Blickfeld als er beschloss ihn sich genauer an zu sehen und auch schon auf ihn zu ging. Mit ausdrucksstarkem Blick und seiner dunklen Stimme sprach Arianthes ihn schließlich an "Guten Abend, junger Mann."
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Re: Ortsmitte

Beitragvon Ryu Samoto » Mo, 07.12.15 * 0:09

Im ersten Moment staunte besagter Mimikry nicht schlecht, als er von dem Mann angesprochen wurde. So eine offensichtlich gut situierte Gestalt in den zwielichtigen Gassen Kanesis' zu erblicken, war schon eine kleine Sensation, denn für gewöhnlich verirrte sich hier ganz anderes Klientel her. Aber das war eine gute Chance, vor allem, da der Fremde von sich aus auf ihn zuging.
"Euch ebenso einen guten Abend, mein Herr." gab Ryu in wohlwollendem Tonfall zurück, wobei sich ein kleines Lächeln auf seinen Lippen zeigte. Wie meistens zeigte Ryu auch jetzt beinahe sein tatsächliches Aussehen, nur in unauffälligerer und etwas ausgebesserter Form. Kurz, rein äußerlich sah man ihm seine Unmenschlichkeit in keinster Weise an, und er machte auch einen gesünderen und hübscheren Eindruck, als es tatsächlich der Fall war. Aber natürlich nutzte er eine Fähigkeit als Mimikry aus, er wäre ja auch blöd wenn nicht - so brachte er zuverlässig das nötige Gold zusammen, das er seinem 'Beschützer' wöchentlich auszuhändigen hatte.
Mit unverändertem Lächeln, das aber die im Moment grünen Augen nicht wirklich erreichte, stieß sich Ryu von der Wand ab, an der er eben noch angelehnt gestanden hatte, und ging mit bewusst elegant gesetzten Schritten auf den Fremden zu, dabei den Kopf leicht zur Seite neigend, sodass ihm das schwarze Haar leicht ins Gesicht fiel. "Führt Euch etwas Bestimmtes hierher, mein Herr?" Die Worte an sich waren ja neutral, der Tonfall allerdings machte recht offensichtlich, was die eigentliche Frage war - nämlich, ob der Fremde auf der Suche nach einer schnellen oder auch länger andauernden Nummer war. Ryu hoffte ja, dass die Antwort auf diese Frage ein 'Ja' sein würde, immerhin sah der Mann danach aus, dass er reichlich Geld hatte. Und zur Abwechslung war er auch attraktiv, da fiel es ihm wenigstens leichter, sich nehmen zu lassen... nun, zumindest im ersten Moment. Wusste ja keiner, auf welche perversen oder brutalen Spielchen der Kerl stand...
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Re: Ortsmitte

Beitragvon Arianthes Zevanor » Mo, 07.12.15 * 0:49

Ein schmeichelhaftes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen "Nun, ich bin nur den Umständen entsprechend hier gelandet.", Arianthes kam dem jungen Mann dabei entgegen. Da dieser sich Anbot konnte er auch seine linke Hand nutzen, diese wegen eines Nervenschadens leider keine schweren Gegenstände mehr heben konnte und dementsprechend auch keine Kraft mehr aufbrachte. Eben diese Hand hob sich langsam, anschließend kaum merklich und sanft schmiegte sie sich um die Hüfte des anbietenden Mannes über dessen Rücken herum. Dabei äußerst nahe an den Mann herangetreten, hatte Arianthes durch den Wohlstand dank seines Lieblingsparfüms einen angenehmen Duft.
"Aber nun habe ich bis morgen doch hoffentlich nette Gesellschaft?", er ließ die Zügel des Pferdes los und strich die paar Haarsträhnen aus dem Gesicht seines Gegenübers. Während sich das Pferd weiter langweilte, es schien auch keine Anstalten zu machen stiften gehen zu wollen. Viel eher suchte es auf dem Boden nach Essbarem, was natürlich erfolglos blieb.
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Re: Ortsmitte

Beitragvon Ryu Samoto » Mo, 07.12.15 * 20:54

Na bitte, das lief doch bisher ganz gut, so wie es aussah würde er heute wirklich noch Geld verdienen. Eine Hand legte Ryu an die Brust des Fremden, nur leicht, denn es ließ sich auf den ersten Blick nie sagen, ob ein Freier so etwas wie Eigeninitiative guthieß, oder im Endeffekt nur einen hörigen Hintern haben wollte.
"Wenn Euch diese Gesellschaft vier Silberstücke wert ist, durchaus." nannte Ryu mit einem verführerischen Lächeln seinen Preis, das aber weiterhin nicht die Augen erreichte. Er machte hier nur seine Arbeit, das war alles, aber wenn er Glück hatte, war der gut aussehende - und auch gut riechende - Fremde kein völliger Perversling oder Schläger, sodass es diesmal wenigstens angenehm verdientes Geld war. Dass vier Silberstücke für eine einzige Nacht nicht eben ein Schnäppchen waren, wusste Ryu, aber er konnte eben auch mit einer Besonderheit dienen, die herkömmliche Stricher nicht zu bieten hatten.
"Ihr werdet es nicht bereuen, mein Herr... für das Geld bekommt Ihr meine Gesellschaft in jeder Gestalt, die Ihr wünscht." raunte er und drückte seinen Schritt leicht gegen den des Anderen. Meistens ließen sich die Freier durch ein paar erste, andeutungsvolle Anreize leichter dazu überreden, das Geld für ihn auszugeben, da das Verlangen nach mehr dadurch gesteigert wurde. Natürlich funktionierte es nicht immer.
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Re: Ortsmitte

Beitragvon Arianthes Zevanor » Mo, 07.12.15 * 22:27

Tatsächlich konnte der gutaussehende reiche Schnösel nur so mit Geld um sich werfen und vier Silberlinge waren nichts für ihn. Es war Arianthes auch willkommen, wenn seine neue Bekanntschaft weniger Eigenintiative zeigte. Vor allem, weil seine linke Hand ihn nicht richtig festhalten hätte können.
"Einverstanen.", lächete Arianthes charmant und fragte sogleich, "Welches der beiden einzigen Hotels bietet die bessere Bewirtung?" Bis dahin hatte er das bereits in Erfahrung gebracht und dies bezüglich war es eine durchaus kluge Frage. Eines war besonders schäbig, das andere hatte wenigstens das nötigste und für Gäste wie ihn machte man sich sogar die Mühe das Zimmer vorher noch zu reinigen. Der Haken daran, es kostet extra.
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Re: Ortsmitte

Beitragvon Ryu Samoto » Mo, 07.12.15 * 22:49

Dass der Fremde über den stolzen Preis von vier Silberlingen keine Miene verzog, registrierte Ryu mit einem innerlichen Staunen. Holla, der Kerl musste ja wirklich Geld wie Heu haben, wenn ihn das nichtmal mit der Wimper zucken ließ... naja, für ihn umso besser, denn dann musste er jenen nicht erst lange davon überzeugen, den vollen Preis zu zahlen. Und wer weiß, wenn er sich gut anstellte, würde der Fremde vielleicht öfter zu ihm kommen... das war immer lohnenswert bei Freiern, die das Geld etwas lockerer sitzen hatten.
"Die Schenke "Zum Chimärenhaupt"." antworte Ryu prompt - da musste er wirklich nicht lange überlegen. "Das ist die gleich um die Ecke hier." Nicht weiter verwunderlich, dass die Schenke mit dem besseren Ruf auch in der Dorfmitte stand. "Die andere ist zwar schäbiger, aber dafür nimmt man es dort nicht sonderlich genau, wer wann mit wem das Haus betritt oder verlässt." merkte Ryu aber dennoch an - auch wenn ihm das Chimärenhaupt deutlich lieber wäre, immerhin waren die Zimmer dort mit der Grundausstattung versorgt. Aber andererseits war jedes heruntergekommene Haus wiederum besser als eine dreckige Seitengasse - und Ryu war schon an all diesen Orten seiner Arbeit nachgegangen, und an noch einigen anderen.
"Also?" fragte Ryu dann mit einem weiteren, kleinen Lächeln, und wartete die Entscheidung des Anderen ab. Er würde jene ohne Widerworte akzeptieren, egal für welchen Ort sich der Fremde entschied, denn das war ein Punkt, bei dem er kein Mitspracherecht hatte. Wobei das auf vieles zutraf, wenn man es genau nahm, denn seine einzige Aufgabe war es, seinen Freiern den Hintern hinzuhalten, damit die zufrieden waren und für ihr Geld das bekamen, was sie wollten. Mit allem anderen hatte er sich einfach zu arrangieren.
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Re: Ortsmitte

Beitragvon Arianthes Zevanor » Di, 08.12.15 * 0:24

"Dann die bessere, ich vertraue da voll und ganz auf Euer Urteil, junger Mann.", seine sinnliche tiefe Stimme war sehr angenehm wenn er sprach. Seine linke Hand ließ von seinem Gegenüber ab und Arianthes blickte zurück zu seinem Pferd, das da immer noch ruhig und brav wartete. Natürlich war es ein wenig auf die Straße gelaufen und begutachtete die neugierigen Menschen um sich herum, das Pferd hatte ja keine Ahnung was für ein Prachtexemplar es war.
Mit einem kurzen Piff von Arianthes horchte das Pferd auf und sah in seine Richtung, ging aber nur ein zwei Schritte auf ihn zu, so dass Arianthes das Pferd holen gehen musste. Ohne jegliche Eile hatte er es dann auch schon an den Zügeln wieder fest mit seiner rechten Hand im Griff.
"Nun denn, gehen wir.", wandte er sich zu seiner Begleitung für die Nacht. Da die Absteige gleich um das Eck war, gingen die Beiden auch nicht lange. Vor der Tür stand ein Mann und neben ihm am Eingang war ein Hinweis, das man sich um Pferde kümmerte, gegen eine kleine Gebühr. Innerlich war es für Arianthes verwunderlich das ein Hotel hier im Nichts so jemanden abgestellt hatte und sah sich auch gleich nach einem Stall um.
Der Mann witterte etwas Geld zu machen und kam auf ihn zu "Der Herr, möchte er in unserem Haus vielleicht übernachten?", dieser bemühte sich um sein bestes Lächeln, "Es kostet Euch nur 100 Kupferlinge und ein Platz in unseren Stallungen hinter dem Haus, ist Euch für Euer Pferd sicher." Der Mann konnte ihm keinen Aufpreis aufdrücken, denn der Preis stand auf dem Schild mit bei. Der Hotelbesitzer rechnete schon lange nicht mehr mit wohlhabenden Gästen und daher war jeder Verdienst nur Recht und gut.
Zuerst drückte er dem Mann ohne ein Wort die Zügel in die Hand, dann kramte er einen Silberling hervor und sprach dazu "Wenn dem Pferd auch nur irgendetwas passiert, versklave ich dich. Kapiert?", dessen eisblauen Augen sprachen zusätzlich eindeutige Worte. Der Mann erstarrte in seiner Bewegung, soviel Geld hatte er sein Lebtag lang nicht von einem Gast bekommen und die Drohung dazu ließ ihn erst einmal einen Kloß hinunter schlucken. Was hieße da, er würde ihn versklaven? Meinte dieser Gast das wirklich ernst? "N-Natürlich, d-der Herr. Ich sorge ... persönlich für das Wohl des T-Tieres.", stotterte jener.
Seiner Begleitung warf er ein charmantes Lächeln zu und winkte ihm mit einer kleine Geste seines Kopfes in Richtung Eingangstür, das dieser ihm hinein folgen soll. Der Eingangsbereich drinnen war auch sehr mager und alt eingerichtet. Ein wenig angeekelt rümpfte Arianthes die Nase, als er seinen Blick durch den Raum schweifen ließ.
An der Rezeption stand ein mittelalter Mann, er lächelte freundlich als Arianthes' Blick auf diesem zu liegen kam und sogleich schritt er auf den Mann zu "Das beste und schönste Zimmer bitte." Der Mann nickte und blätterte in seinem Heftchen, dabei so tuend als hätten sie mehrere schöne Zimmer. "Marianne, bereite das Zimmer Nummer sieben für den Werten Gast hier vor.", sprach er laut und eine junge Frau kam aus der Tür neben ihnen geeilt "Aber natürlich, der Herr möge sich einen kurzen Moment gedulden!", sprach sie eilig und verscwhand die Treppen hinauf. Zimmer Nummer sieben wurde nur an Leute vergeben denen man es ansah, sich jenes auf jeden Fall leisten zu können und man wollte jenen Gast auch mit nichten verärgern. Schließlich wollte man die Chance nutzen das in diesem Fall Arianthes vielleicht nochmal hier übernachten könnte. So zu sagen war 'Nummer sieben' ein Codewort für extra gründliche Arbeit.
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Re: Ortsmitte

Beitragvon Ryu Samoto » Fr, 04.03.16 * 23:24

Dem Fremden nach wie vor ein verführerisches Lächeln schenkend, folgte Ryu ihm hinaus aus der Gasse und zum Gasthaus. So emsig, wie der Mann an der Tür dabei war, den Wohlhabenden bei Laune zu halten, hatte Ryu zur Abwechslung mal wenigstens keine bösen Blicke von jenem zu fürchten - denn ein gerne gesehener Gast war der Mimikry nunmal nicht. Es gab kaum jemanden, der ihn nicht mit Abscheu, Angst oder Feindseligkeit betrachtete... nun, besser gesagt, solange sie nichts von ihm wollten. Denn wenn es darum ging, war es den Leuten plötzlich doch recht genehm, dass er sein Aussehen ganz ihren Wünschen anpassen konnte. Heuchler, allesamt.
Das Lächeln des Fremden erwidernd, folgte Ryu jenem ins Innere des Gasthauses, und auch hier überließ er ganz jenem das Sprechen. Das war nur vernünftig, denn er hatte zum Einen ohnehin nichts zu melden, und zum Anderen würden die Leute hier bei ihm ohnehin nicht so spuren. Der Grund war der gleiche, wie immer, und das obwohl sie durch ihn ja auch manchmal Geld verdienten, wenn sich ein Freier wegen des Vergnügens mit ihm ein Zimmer hier nahm. Die Magd verschwand die Treppen hinauf, und Ryu nutzte die Gelegenheit, um an den Fremden heranzutreten, und ihm eine Hand an den Arm zu legen.
"Wie wäre es, wenn wir uns etwas zu trinken mitnehmen? Die Reise war doch gewiss anstrengend, und bestimmt sehnt sich Eure Kehle nach einem Schluck guten Wein." säuselte er - weniger, weil er selbst etwas trinken wollte, sondern weil es ihm seitens des Gasthauses zumindest mehr Duldungspunkte einbrachte, wenn er seine Freier dazu überredete, noch mehr Geld auszugeben. Das bewahrte ihn zumindest davor, dass er nach getaner Arbeit mit dem Besen aus dem Haus gejagt wurde.
Schritte auf der Treppe kündigten die Magd an, bereits bevor sie in Sichtweite zurückkam. Zimmer Sieben wurde kaum benutzt, daher war es nahezu immer ordentlich, sodass es im Falle einer Nutzung nur noch einmal schnell durchgefegt werden musste, bevor es Bezugsfertig war.
"Das Zimmer ist bereit, mein Herr. Wenn Ihr mir bitte folgen würdet?" meinte sie lächelnd an den wohlhabenden Fremden gewandt, ohne Ryu dabei auch nur eines Blickes zu würdigen.
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Re: Ortsmitte

Beitragvon Arianthes Zevanor » Mo, 29.08.16 * 19:44

Leicht rümpfte Arianthes seine Nase. Nicht weil ihm die Idee nicht gefällt die ihm vorgetragen wurde. Viel eher, weil sein vielleicht neues Schäfchen seinen schwachen Arm umklammerte und das konnte er nicht leiden. Bevor die Magd Blickkontakt zu den Beiden hatte packte sein noch starker Arm den Anderen an dessen Oberarm und wirbelte ihn auf die andere Seite herum. Anschließend umrundete der gleiche Arm Ryu über den Rücken um die Hüfte herum, der griff war fest. Seine schwache Hand strich die Strähnen aus dessen Gesicht die ihm ins Gesicht gefallen waren und er antwortete mit einme Blick von oben herab "Eine hervorragende Idee ..." und blickte die Magd anschließend an, diese in den nächsten Sekunden im Empfangsbereich bei den Beiden ankam.
"Sehr wohl.", antwortete er ihr und setzte sich in Bewegung. Sein starker Arm ließ Ryu loß und hakte sich an einem dessen Arme ein. Die Treppe nach oben war so schmal, das sie Beide fast nicht nebeneinander Platz hatten. Mit einem Satz zu sich selbst murmelnd "Was für eine Absteige ...", ließ er deshalb Ryu los und deutete diesem er soll voran gehen. Sein Blick war ausdruckstark, kühl und fordernd.
Die Magd hörte nur das murmeln und drehte sich kurz um, sie war zwar verwundert aber fragte nicht nach. Als sie an der Zimmertür ankamen sagte sie freundlich lächelnd "Wir sind hier, falls sie Wünsche haben gibt es im Zimmer eine Glocke und wir werden sofort zu Ihnen eilen." "Da ist in der Tat jetzt bereits ein Wunsch. Bring eine Flasche vom besten Wein. Das wäre es für's Erste."
Ganz hibbelig und noch mehr aufgeregt also vorhin schon antwortete diese "Ja, ja sofort! Ich wünshe Ihnen einen schönen Aufenthalt!!", sie verbeugte sich tief und eilte davon.

Das Zimmer bot nicht annähernd das, was er bei sich zu Hause hatte, nun natürlich nicht! Er besaß Luxus ohne Ende. Er deutete Ryu an zuerst das Zimmer zu betreten und schloß hinter sich die Tür. Anschließend entledigte er sich seines Mantels und warf diesen auf die Sofa im Zimmer.
Er selbst setzte sich auf das Bett, seinen schwachen Arm legte er auf seinen Oberschenkel "Ist das dein wahres Aussehen?", fragte er seinen Gast. Sein Blick war wie zuvor selten anders. Ausdrucksvoll, kühl und fordernd.
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Re: Ortsmitte

Beitragvon Ryu Samoto » Mo, 29.08.16 * 20:28

Ryu war sichtlich erschrocken, als er so plötzlich an die andere Seite des Mannes gewirbelt wurde, aber er fing sich schnell wieder und schmiegte sich dichter an dessen Seite. Er musste erst noch herausfinden, ob der Fremde die Sorte Mann war, die es genoss, offen begehrt zu werden, oder ob er eher zu jenem Schlag gehörte, die es lieber hatten, wenn sie sich an jemandem vergingen, der sich sträubte.
Wortlos folgte er dem Mann die Treppe hinauf - es blieb ihm auch nicht viel Anderes übrig, immerhin hielt ihn jener immer noch in festem Griff - und stimmte ihm gedanklich auf die Absteige hin zu. Aber so sah es hier überall aus, Kanesis war eben kein reicher Ort. Dem stummen Geheiß, voranzugehen, wurde ebenso stumm Folge geleistet, ebenso, als es darum ging, als Erstes das Zimmer zu betreten. Dort ging Ryu zu dem kleinen Fenster, wo er sich umdrehte und sich mit dem Hintern gegen die Wand zurücklehnte, sich mit beiden Händen auf dem schmalen Fenstersims abstützend.
Auf die Frage hin stutzte Ryu zunächst, schüttelte nach leichtem Zögern dann aber den Kopf. "Nein." So hatte es noch keiner formuliert, für gewöhnlich kamen sofort die Forderungen, wie er sein Äußeres verändern sollte, um zu gefallen. Sich von der Wand abstoßend, ging Ryu mit verführerischem Hüftschwung auf den Fremden zu, blieb vor ihm stehen und legte beide Hände an dessen Schultern.
"Wie soll ich für Euch aussehen? Und wie wünscht Ihr, von mir angesprochen zu werden? Herr? Lord? Meister? Gebieter?" zählte er ein paar der vielen Möglichkeiten auf, die aber zu den am häufigsten gewählten zählten.
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