Die Straßen von Rabanastre

Die große Stadt Rabanastre ist das Zentrum des Lebens in diesem Land. Die große und prächtige Stadt bietet alles, was das Herz begehrt. Leider sind die Vergnügen die man dort erweben kann ziemlich teuer. Rabanastre ist berühmt für den schönsten Schmuck und die kostbaren Edelsteine.

Die Straßen von Rabanastre

Beitragvon Luthren » Fr, 06.06.14 * 2:52

Das Stadtbild der Stadt von Rabanastre zeichnet sich vor allem durch hochwertige Materialien beim Gebäudebau und breite Straßen aus, auf denen auch zwei Kutschen nebeneinander herfahren können. Es handelt sich unverkennbar um die Stadt der Reichen und Mächtigen, dementsprechend wird auf eine gute Präsentation geachtet. Die großen Hauptstraßen werden am Rand mit Bäumen bepflanzt, um für das Auge etwas lebendiges Grün zu bieten, und wenn es Schäden an Straßen oder Gebäuden gibt, werden jene schnellstmöglich behoben.




Bereits seit ein paar Stunden war die Nacht über das Land hereingebrochen. Hell stand der Sichelmond am Firmament, begleitet vom Schein zahlloser Sterne, die zusammen ihr fahles Licht hinab auf die Erde sandten, und die nächtliche Stadt in kränklich blasses Licht tauchten, unterbrochen von tiefschwarzen Schatten. Auch in den großen Städten sollte man es meiden, des Nachts unterwegs zu sein, denn viele Bewohner beherbergten auch viel Gesindel... doch was sollte das schon gegen ihn, Luthren vom Rotsichelclan, ausrichten können? Er war schließlich ein Drache, und kein Mensch.
Mit ruhigen Schritten ging der in Menschengestalt rothaarige, junge Mann mit den goldfarbenen Augen eine leicht abfallende Straße entlang, die ihn zu einem Gasthaus führen würde. Die Stadtwachen sagten ihm, dass das 'Zum goldenen Karren' das beste Gasthaus weit und breit war, und das Beste war für ihn gerade gut genug. Immerhin war er nicht nur ein Drache, sondern auch noch ein Prinz der Feuerdrachen.
Leicht wehte Luthrens dunkelroter Umhang im sanften Wind, der zu dieser Jahreszeit eine angenehm warme Temperatur hatte, während leise das Klacken von den schwarzen Stiefeln vom Pflasterstein widerhallte. Die edle Kleidung ließ keinen Zweifel daran, dass man es hier mit einem mindestens adligen Mann zu tun hatte, denn sie war aus teurem Stoff und mit filigranen Mustern bestickt. Wirklich nicht die Kleidung eines einfachen Mannes, denn zusätzlich zum edlen Material war sie auch maßgeschneidert. Kein unnötiges Flattern von zu viel Stoff, aber auch keine zu eng anliegenden Stellen, dass es unbequem wäre oder gar lächerlich aussah. Nein, alles saß perfekt.
Missmutig blickte Luthren hinauf in den Himmel. Wenn sein Vater nur nicht so stur wäre... dann wäre er jetzt zu Hause und würde in dem ihm zustehenden Luxus schlafen, und müsste nicht Vorlieb mit so einer Kaschemme nehmen, die die Menschen als 'gut' bezeichneten... tzäh.
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Re: Die Straßen von Rabanastre

Beitragvon Marushka Asketias » Fr, 06.06.14 * 3:26

Hämisch grinsend lauerte bereits eine düstere Person auf die so achtlos durch die Gassen stapfenden eitlen Persönlichkeit. Wäre das Zielobjekt doch nur einmal bisschen vorsichtiger, dann würde dem jenigen vielleicht ein Tag mehr gewährt, ungeschoren davon zu kommen. Aber so spielte der apetitliche Mann, dem ebenfalls Rothaarigen in die Arme und dieser hatte nun ein leichtes Spiel.
Über alles informiert, was die Zielperson angeht hatte sich das personivizierte Hinterhältig bereits seinen Weg vorausgeplant.
Wenn jemand die richtigen Kontakte hatte, für solch spezielle Aufträge, dann er.

Selbstbewusst trat er aus dem dunkelsten Schatten und an die Seite jenen Mannes, der sein Ziel war.
"Guten Abend, ein wunderschöner Himmel heute.", ertönte seine dunkle Stimme. Dessen Uniform die er trug zeugte ebenfalls von hoher Herkunft, kein einfacher Bauer könnte sich so etwas leisten. Zwischen der Öffnung am Kragen der Kleidung, funkelte ein goldenes Band hervor. Es sah von weiten sehr fein gefertig und edel aus. Genauso ein Band klitzerte am Handgelenk des Rothaarigen, um dies noch zu unterstreichen fuhr er sich mit besagter Hand die Haare seitlich nach hinten. Der Wind wehte sie schon mal in die falsche Richtung.
Eigentlich würde Gold nicht zu den Farben seiner Kleidung passen und zu seinem Rot der Haare erst recht nicht, aber hier war es nun mal nötiges Mittel zum Zweck.
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Re: Die Straßen von Rabanastre

Beitragvon Luthren » Fr, 06.06.14 * 3:42

Als so ein dahergelaufener Fremder an seine Seite trat, war Luthren bereits versucht, auf dessen Worte ein 'Er wäre schöner, würde mich nicht ein Niemand belästigen' zu antworten, doch ein Funkeln an dessen Hals ließ ihn die bereits geteilten Lippen wortlos wieder schließen. Selbst im fahlen Mondlicht war das unverkennbar das Glänzen eines goldenen Schmuckstückes, und wie es seiner Rasse nunmal gegeben war, stahl sich fast augenblicklich noch ein gieriger Glanz in Luthrens Augen. Eine Schande, dass dieser Kerl diesen Schmuck trug - das stand ihm überhaupt nicht. An ihm selbst hingegen würde sich so ein goldenes Halsband einfach hervorragend machen, das stand für Luthren unumstößlich fest.
"Guten Abend." erwiderte der Rothaarige schließlich doch noch, und spekulierend huschte sein Blick zwischen Arm- und Halsreif hin und her. "Sagt... diese Schmuckstücke, die Ihr da tragt, sehen nach sehr guter Arbeit aus... wo habt Ihr jene her?"
War ihm doch egal, wer der Fremde da war, er wollte nur wissen, wo er auch solche Schmuckstücke herbekam. Wenn er schon gezwungen war, außerhalb des Drachenreiches herumzulaufen, dann konnte er doch wenigstens ein paar hübsche Sachen kaufen, um sich ein bisschen aufzuheitern.
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Re: Die Straßen von Rabanastre

Beitragvon Marushka Asketias » Fr, 06.06.14 * 4:00

Leise musste er kichern, das fast schon ebenfalls hämisch klang wie sein Grinsen im Hintergrund vorher.
"Die hier? Ach, die habe ich selber gefertigt.", winkte er unbeeindruckt extra noch mit dem Handgelenk an dessen das Band sich befand vor der Nase seiner Zielperson herum.
"Höre ich da etwa interesse daran? Kunden zu finden, denen diese Stücke besser stehen als mir und diese sie auch bezahlen können, ist schwer. Sehr schwer~", ein gespieltes Seufzen folgte am Ende seiner Aussage.
Bingo, er hatte ihn am Haken. Jetzt nur noch die Bestmöglichste Lokation wählen, um zu bekommen was er will. Während er die Antwort auf seine Aussage eben abwartete, begutachtete er so gut es ging, wie hübsch der Mann doch war. Welch eine Art von Wiederspiegelung, der Majästätischen Art der Drachen. Nichts desto trotz, hat dieser Drache hier nun bald Pech.
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Re: Die Straßen von Rabanastre

Beitragvon Luthren » Fr, 13.06.14 * 18:12

Das etwas beunruhigend klingende Kichern des Fremden schob Luthren gedanklich zur Seite, denn es lag doch auf der Hand, was hier gerade Vorrang hatte - natürlich die Schmuckstücke! Und selbst wenn der Fremde versuchte, ihn übers Ohr zu hauen, oder nur in eine dunkle Gasse zu locken, um ihn dann auszurauben, hatte Luthren deswegen keinerlei Bedürfnisse zur Vorsicht. Er war schließlich ein Drache, was sollte der Fremde schon gegen ihn ausrichten können?
Die goldenen Augen leuchteten auf, als der Fremde meinte, dass er den Schmuck eigenhändig herstellte. Na, das war doch perfekt, dann ersparte er sich sogar noch lästiges hin-und-her-Gelaufe.
"Der Preis ist nichts, das diskutiert werden muss." meinte Luthren mit einem ungeduldigen Schlenker seiner Hand. Geld spielte keine Rolle. Und was das andere anging... mit einem selbstgefälligen, kleinen schiefen Grinsen zog er eine Augenbraue hoch.
"Und natürlich stehen sie mir." Das sah doch wohl selbst ein Blinder, immerhin hatte er rote Haare und goldene Augen - natürlich stand ihm Goldschmuck hervorragend. Aber gut, man musste dem Fremden zu Gute halten, dass ja bereits die Nacht hereingebrochen war, und er deshalb die Farben von Haar und Augen nicht richtig würde erkennen können. Umgekehrt war es genauso.
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Re: Die Straßen von Rabanastre

Beitragvon Marushka Asketias » Fr, 13.06.14 * 18:34

Amüsiert darüber, wie leicht ihm der Drache es machte, setzte er gleich noch einen drauf.
Schnell wog er all seine Möglichkeiten ab und fragte schließlich "Wie sieht es aus, besteht Interesse an noch viel schöneren Stücken?", mit einer leichten Bewegung über sein Handgelenk war das Armband ab.
"Anprobieren?", hielt der Rothaarigen dem Drachen mit diesem Wort das Armband vor dem hoch. Natürlich war dieses Armband ein normales, auch wenn um diese Uhrzeit kaum einer auf der Straße herumläuft, wollte er lieber seine Ruhe, beim einfangen des Drachen.
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Re: Die Straßen von Rabanastre

Beitragvon Luthren » Fr, 13.06.14 * 18:59

"Ich interessiere mich grundsätzlich nur für das Beste." lautete die überhebliche Antwort des Drachens, dann streckte er ihm wortlos den Arm entgegen, darauf wartend, dass der Fremde ihm das Armband umlegte. Die Geste war so selbstverständlich, wie sie nur von jemandem sein konnte, der es gewohnt war, von anderen gekleidet und mit Schmuck versehen zu werden. Das war schließlich Aufgabe der Kammerdiener, und natürlich besaß er als Prinz des Rotsichelclans mehrere davon. Eine Frechheit, dass sein Vater ihm verboten hatte, Dienerschaft auf seine Reise mitzunehmen...
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Re: Die Straßen von Rabanastre

Beitragvon Marushka Asketias » Fr, 13.06.14 * 19:34

Mit nur wenigen Handgriffen, wo ein normaler Diener höchstwahrscheinlich lange an dessen Handgelenk herumfummelte, hatte er dem Drachen das Armband umgelegt.
"Dieses Stück ist nicht die Krönung meiner Werke.", stichelte der Rothaarige, um das Interesse des Drachen weiter an zu treiben.
"Wie sieht es aus? Wollt Ihr nicht in mein Bescheidenes Haus einkehren? - Es ist weit besser, als diese Spelunke, die man als die Beste der Stadt nennt.", sprach er mit deutlich abwertendem und angewiedertem Ton.
Durchaus konnte sich seine Burg oder war es doch eher ein Schloss? - sehen lassen. Er war sich sicher, das dem Drachen die Einrichtung seines bescheidenen Heimes mehr zusagte, als die der besten Herberge der Stadt.
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Re: Die Straßen von Rabanastre

Beitragvon Luthren » Fr, 13.06.14 * 19:41

Musternd hob Luthren das Handgelenk auf Augenhöhe an und drehte es, um den Armreif aus allen Richtungen zu betrachten. Es war ja schon ein schmeichelnder Anblick, wie das Mondlicht auf der glatten, metallenen Oberfläche reflektiert wurde, und es mit kühlen Lichtflecken versah.
Bei dem Vorschlag des Fremden legten sich die goldenen Augen dann aber abschätzend auf selbigen, und einige Sekunden lang herrschte Schweigen. Schließlich strich sich Luthren eine der feurigen Haarsträhnen aus dem Gesicht und ließ die zur Betrachtung erhobene Hand wieder sinken.
"Ich warne Euch, Fremder. Wenn Ihr versucht, mich reinzulegen, wird Euch das übel bekommen."
Ganz auf den Kopf gefallen war er ja nun auch wieder nicht, als dass es ihm nicht merkwürdig vorkam, von einem Wildfremden, dem er auf einer nächtlichen Straße begegnete, so ein Angebot zu erhalten. Doch der Plan des Anderen ging trotzdem auf, denn ja, Luthren war von der Aussicht auf so herrlichen und kostbaren Schmuck ausreichend verblendet, keine große Gefahr dahinter zu wittern. Sein Selbstbewusstsein trug das Übrige dazu bei, denn als Drache war er ja wohl mit Sicherheit imstande, sich gegen jeden Gegner zur Wehr zu setzen, und zwar erfolgreich.
Mit einem beiläufigen Schlenker seiner Hand wies Luthren den Anderen dann aber dazu an, vorauszugehen. Er würde ihm zumindest einmal folgen, und vor Ort dann entscheiden, wie es weiterging.
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Re: Die Straßen von Rabanastre

Beitragvon Marushka Asketias » Fr, 13.06.14 * 20:15

Wenn der Drache doch nur wüsste, was ihm blühen wird, wenn sie dort ankommen. Der Hinterhältige Mann freute sich bereits auf seine Belohnung und vor allem, der Drache sah in dieser Gestalt durchaus apetitlich aus.
"Keine Sorge, ich kann durchaus beweisen das mein Können als Schmied, mir mehr als genug Reichtum einbrachte. Aber bevor wir aufbrechen, dürfte ich Ihren Namen erfahren? Ich bin Marushka, freut mich.", als höfliche Geste streckte er ihm seine Hand entgegeben.
Freundliche Miene, zum bösen Spiel. Wie man so schön sagt.
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